Trennungskinder? Ist das nicht ein Problem der betroffenen Eltern?? Oder gar …des Jugendamtes?
AGENS meint: Das sind wunderbare Schutzbehauptungen, die mich als Normalbürger beruhigen (sollen) und die politischen Handlungsnotwendigkeiten überdecken. Der gesellschaftliche Aspekt dieser einsamen Kinder ist kaum im Medien – Fokus, geschweige denn auf der politischen Agenda. Die Aussage “Jeden gerichtlichen Arbeitstag gibt es 400 neue Trennungskinder” läßt uns AGENSer nicht zur Tagesordnung übergehen. Trennungskinder sind ein Tabuthema unserer hedonistischen Gesellschaft – quasi ein “Kollateralschaden”…..
Wir brechen das Tabu: Unser Leitprogramm heißt “400“.
Wir gehen von zwei Ansatzpunkten aus: Wir weisen hin auf
- die psychosozialen und gesellschaftlichen (Spät-) Folgen und
- die Notwendigkeit von Präventionsmaßnahmen (ein Stichwort z.B : Analyse der Scheidungsursachen)
Die letzte AGENS – Mitgliederversammlung hat am 28.01.2012 bekräftigt: Ein Hauptschwerpunkt der AGENS – Arbeit für 2012 ist weiterhin das Thema “Trennungskinder”. Interessiert haben wir kürzlich in der “Expertise” der Heinrich Böll- Stiftung gelesen, dass die „400“ auch ins Bewusstsein der Böll – Stiftung gedrungen ist. So spricht im Vorwort u.a. Barbara Unmüßig wohl einen wunden Punkt der Frauenlobby an. Sie geht auf die gesellschaftlich nicht mehr haltbare Situation von entsorgten Vätern (im geringen Maß: auch Müttern) und vor allem der Situation von „Scheidungswaisen“ ein. Und der Autor selber rückt unser „400“ Logo in einen rechten Kontext……
Das alles zeigt uns, wie wenig man in diesem Land an die Kinder und die Trennungsfolgen denkt oder darüber nachdenken möchte. Das vielgenannte „Kindeswohl“ bleibt wohl immer noch ein herzloser, juristischer Begriff , hat also nichts mit dem “Lebendigen” zu tun.
AGENS handelt:
Unsere Basis ist nach wie vor: wir haben in unserem Land 400 Scheidungskinder pro gerichtlichen Arbeitstag , die ohne Vater aufwachsen. (Herleitung: http://agensev.de/wp-content/uploads/Herleitung-4001.pdf). Immer wieder sind wir erstaunt, dass sich Frauen- welcher Herkunft auch immer – uns vorwerfen, wir würden das Leid der Mütter nicht mit in Betracht ziehen, die ohne ihre Kinder leben müssten. Um es klar zu sagen: Auch Mütter werden “entsorgt” – aber wie hoch ist in der Bundesrepublik ihr Anteil ? Bei rd. 10%.
Daher legt AGENS den Fokus auf Trennungsväter und –kinder. AGENS hat auf seiner letzten Mitgliederversammlung das Leitpogramm verabschiedet. Das Programm besteht aus 3 Teilen:
- Iinitiieren eines EU – Forschungsprogramms zum Thema “Trennungen”
- Die „Aktion Trennungskind“ (geplante Kooperationen,Einrichten einer WebSeite nur für Trennungskinder)
- Der 2. Männerkongress mit dem Untertitel: Scheiden tut weh – aus Sicht der Väter und Kinder (s. Flyer). Die Universität Düsseldorf ist Veranstalter – in Kooperation mit AGENS. Themen sind u.A. Ursachenforschung und Prävention von Scheidungen.
AGENS sorgt sich um die trennungsgeschädigten Mitbürger – vor allem um die Kinder, die ein Recht auf ihre Eltern und Verwandte haben!








Wohl selten wurde ein Satz so oft missbraucht, wie der eines “Wohl des Kindes”.
Ob nun teil- oder total-amputiert, es ist ein Jammer für alle Beteiligten, egal welchen Geschlechts. Am meisten tun mir die Kinder leid, die das weder verstehen, noch verarbeiten können. Aber auch die entsorgten Elternteile wurden miss- und verbraucht von einem Zeitgeist, der Trennungskinder offensichtlich als Patchwork- bzw. Regenbogen-Familien betrachtet.
Ich wünsche allen Vätern, Müttern und allen Frauen und Männern diesbezüglich eine bessere Zukunft. Vor allem wünsche ich diese unseren Kindern!
Dazu passt ein aktueller Artikel aus dem Focus_
“… Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Ehe hält, bis dass der Tod sie scheidet, ist nicht gerade hoch. 190000 Paare lassen sich pro Jahr von irdischen deutschen Gerichten scheiden – Rachegelüste, Stress und Streit sind seit jeher die natürlichen Begleiter dieses juristischen Akts.
Seit der angeblichen Harmonisierung des Unterhaltsrechts im Jahr 2008 aber haben die Auseinandersetzungen eine neue Qualität – insbesondere bei Familien mit Kindern. Gezerre und Gezänk waren früher; jetzt wird attackiert und gefochten bis zum Sieg. Mit fiesen, oftmals boshaften, legalen oder auch illegalen Tricks versuchen sich die Kontrahenten im Scheidungskampf in die Vorhand zu bringen. …”
http://www.focus.de/finanzen/recht/focus-titel-haus-geld-kinder-die-schmutzigen-tricks-bei-der-scheidung_aid_716564.html
Der begrüßenswerten Aktion 400 wünsche ich daher alles gute!
Vielen Dank für Ihren Kommentar. Alles richtig! Es muss endlich thematisieren werden, dass in unserer Gesellschaft Trennung und Kinderleid, Vaterentsorgung und Gewalt nicht nur legalisiert (Befreiung der Frau) sondern auch gesellschaftsfähig geworden sind. Wer prangert die volkswirtschaftlichen Schäden öffentlich an? Wir!
Vor lauter Frauen- und Mädchenförderung vergessen wir die Kinder, die ohne einen Elternteil aufwachsen. Die seelischen Schäden der Kinder durch die Vaterentsorgung werden ignoriert. Die Freiheit der Frauen ist wichtiger. Wundern wir uns, dass immer weniger Kinder geboren werden? Immer mehr junge Männer gehen in den Zeugungsstreik.
Bitte unterstützen Sie uns!
Dr. Karin Jäckel zu einem ähnlichen Thema:
… Jedes Jahr werden in Deutschland über 32.000 Kinder und Jugendliche durch deutsche Ämter der Obhut ihrer Eltern entnommen, Tendenz steigend. Die Gründe sind vielfältig, bei den meisten Fällen spricht man von einer »Überforderung der Eltern«.
Das sehen die betroffenen Eltern allerdings oft anders: Sie beginnen jetzt, sich gegen ein skandalöses System aus schlecht ausgebildeten Familiengerichten, überforderten, dennoch selbstbewussten Jugendämtern und zweifelhaften Gutachtern zu wehren, das ihnen als leibliche Eltern kaum eine Chance lässt und ihnen die Kinder – oft für immer – nimmt.
Bei den zum Teil brutalen Trennungsmethoden dürfen Eltern und Kinder bei einem kurzen Wiedersehen nicht einmal weinen, so die Buchautorin Karin Jäckel in einem Interview …
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Auch eine traurige Wahrheit dieses unseres Landes: 32.000 Kinder jedes Jahr!
Man rechne diese Zahl mal auf Werktage um:
Das alleine sind schon mehr als “140 Vollwaisen” pro Tag!
Manche davon werden gründlichst entsorgt, wie neulich in Hamburg wieder zu vernehmen war.
Dieses bigotte Land widert mich jeden Tag aufs Neue an.
Zumeist Väter können den Umgang mit ihren Kindern nicht mal mehr bezahlen.
Und dieses, unser zum Mutterland mutiertes Deutschland kümmert sich einen Kehrricht um das Alles.
Hauptsache, wir hatten “unseren” politischen Aschermittwoch in den Medien!