15.04.11 von 17 Kommentare

Gleichstellungsbeauftragte vertritt Männer: Abwahl!?

Die Gleichstellungsbeauftragte Monika Ebeling aus Goslar soll aufgrund eines Antrages der Goslarer Linken an den Oberbürgermeister  ihres Amtes enthoben werden. Irritierend sind zwei Dinge:

- den Antrag stellten zwei MÄNNER von den Linken (Kein
   Kommentar…), und:

- Gründe für den Abwahl – Antrag  wurden nicht genannt. (Warum so  
   ein Geheimnis darüber verbreiten? Oder ist es Feigheit vor der
   Auseinandersetzung? )

Wie aus Goslar in letzter Zeit zu erfahren war, liegt dem Verfahren ein bereits lange schwelender Streit zugrunde, ob Frau Ebeling berechtigt ist,  beide Geschlechter, Mann UND Frau, gleichermaßen zu vertreten. Das sei unüblich, da die Rechte der Frauen Vorrang haben, so die Linken….

Wir sprechen Monika Ebeling  unsere aufrichtige Solidarität aus. Sie beweist eine vorbildhafte  Zivil Courage in ihrem Kampf für die Gleichstellung von Frau UND Mann.  Agens beteiligt  sich an den an den  zunehmenden Solidaritätsbekundungen,  wie Briefe an die Stadträte in Goslar, an die örtliche Presse und mit bundesweiten Pressemitteilungen,  Aktionen vor Ort  sind in Vorbereitung.

Hier das aktuelle Procedere zum Abwahl – Verfahren: Verwaltungsausschußsitzung (bereitet Ratsbeschluß vor) in der 2. Maiwoche,

Abwahlentscheidung auf der Ratssitzung am 17.  Mai.

Wie auch immer die Entscheidung ausgehen mag, es wird mit diesem Abwahlverfahren – nicht nur regional, sondern auch bundesweit – die generelle Erweiterung der Gleichstellungsarbeit für Frauen UND Männern auf den Prüfstand kommen, auch im Sinne des  § 1 des  neuen “Niedersächsischen Gleichberechtigungsgesetzes” (NGG).

Neues (27.4.)  aus Goslar: Die Abwahl scheint beschlossene Sache zusein, mit der Mehrheit der Rats – HERREN….

Kommentare

  1. Es ist mir ein Anliegen, meine Solidarität mit Monika Ebeling auszudrücken.

    Andreas Kraußer

  2. Martin Keuck meint:

    Dieses Verhalten ist skandalös und feige zugleich.
    Der Antrag wird öffentlich schriftlich gestellt und kann von jedem Interessierten gelesen werden, die Begründung soll mündlich nachfolgen- offenbar in einem kleineren Kreis.

    Anscheinend fürchtet man eine öffentliche sachliche Auseinandersetzung. Gehen die Argumente für den bisherigen, durch Änderung der Verhältnisse zugunsten der Frauen einseitig gewordenen Umgang mit dem Thema aus?

    Das Amt der Gleichstellungsbeauftragten und sowie die Aufgabenstellung ist doch gesetzlich geregelt.
    Wenn es korrekt zuginge, müssten doch wenigstens nachvollziehbare Verfehlungen vorgelegt werden. Das ist aber bisher nicht der Fall.
    Bleibt die Schlussfolgerung, dass es sich um eine ausschlielich politisch motivierte Kampagne handelt.

    Gibt es Möglichkeiten zu einer wirkungsvollen Solidarisierungskampagne?

    Wenn ja, bitte ich um entsprechende Informationen. Bin zwar zur Zeit selbst noch mit anderen Themen ausgelastet, aber für ein weiteres Anschreiebn oder eine Unterschrift unter eine Solidaritätsbekundung reicht es noch

    Solidarische Grüße

    Martin Keuck

    • RK RK meint:

      Ein Schreiben an den Oberbürgermeister sollte ein Zeichen sein!
      Danke für Ihren Einsatz!

      • Raimund Schabl meint:

        Es wäre vielleicht hilfreich, für weniger Geübte und mit der Materie und den Vorgängen nicht so Vertraute ein Formschreiben aufzusetzen, das dann nur noch unterzeichnet werden müßte.

  3. Dunken Sadovic meint:

    Ich unterstütze die Arbeit von Frau Ebeling vorbehaltlos!

    Ich glaube, die Stadt Goslar ist sich nicht darüber bewusst, was sie da losgetreten hat. Ich hoffe, dass es der Tropfen ist, der das übervolle Faß endlich zum Überlaufen bringt. Ist in Goslar Demo, dann fahre ich hin. Gewöhnlich bringt man jetzt Eier mit!

  4. Martin Keuck meint:

    Zu: “Ist in Goslar Demo, dann fahre ich hin. Gewöhnlich bringt man jetzt Eier mit!”

    Ich verstehe den Unmut. Aber vielleicht ist ein Anschreiben, vielleicht sogar ein offener Brief, an alle Fraktionen des Stadtrats, an den Oberbürgermeister von Goslar und an die lokale Presse in Verbindung mit einem sachlich souveränen Auftreten doch sinnvoller und vor allem auch hilfreicher für Frau Ebeling.
    Ich verfasse gerade ein Schreiben. Vielleicht machen noch andere mit. Ist glaube ich besser, als nur auf dieser Webseite seinen Protest auszudücken (was für sich genommen natürlich nicht verkehrt oder überflüssig ist).
    Hoffentlich erreicht es noch die Adressaten vor der betreffenden Ratssitzung. Weiß jemand, wann die ist?

    Vielleicht können noch andere Mitglieder von Agens.ev helfen. Auch andere Vereine und Intitiativen sollten angesprochen werden.

    Es könnten ja die Vereine jeweils einen offenen Brief aufsetzen und an die oben genannten Adressen abschicken. Darüber hinaus können noch Vereinsmitglieder und andere Unterstützer jeweils als Privatpersonen und mündige Staatsbürger einen Portesbrief verschicken.

    Auf geht`s!

    • Dunken Sadovic meint:

      Ich habe der Linke-Fraktion und dem Zeitungs-Schmierfinken schon geschrieben. Sachlich und argumentativ, so wie wir Männer eben sind.

      Gegen diesen Wahnsinn (besser Irrsinn) muss man sich wehren.

  5. Thomas Göbel meint:

    Offenbar hat Frau Ebeling nach Meinung der Goslarschen Zeitung zu viele Solidaritätsbekundungen erhalten.

    Jedenfalls hat man dort entschieden, alle Kommentare zu den beiden erschienenen Artikeln wieder zu löschen.

    Auch diese Massnahme sollte möglichst publik gemacht werden.

    http://www.wikio.de/info/goslarer-zeitung-loscht-samtliche-leserkommentare-260709785

    Freundliche Grüsse

    • RK RK meint:

      Das ist Diktatur in Reinkultur. Vielen Dank für den Link!

      • Biene Matusch meint:

        Zustimmung!
        Dies ist fragwürdige “Kultur” um Bürger zu beeinflussen.

        Ein wenig unübersichtlich diese nächste Webseite, jedoch erhellend:

        http://hans-reime.com/page1.php

        Angesprochen auf den Chefredakteur der GZ zu den Kindestötungen:
        “Dabei versichert er, dass natürlich Kritik an der Arbeit der Redakteure zulässig und ihm die Lesermeinung wichtig sei.”
        Und wie ist dies nach der Abwahl des OB, Kindestötungen und jetzt mit M. Ebeling, wo erneut vertuscht wird?

        Die Zeitung hat hier scheinbar auch beim OB ihren Anteil daran gehabt, wie die eingefügten Links zeigen. Übrigens, der nun vor einigen Tagen abgewählte Ex-OB unterstützte nach meiner Recherche Moni in ihrer Arbeit, das geht aus vielen Pressemitteilungen und Protesten (einzelne veröffentlichte “Lesermeinungen”) hervor.
        War das auch ein bisher nicht erwähnter Stein des Anstoßes beim OB, denn so kurz nach der Abwahl des OB`s nun auch Moni geich mit ihm daher kalt zu stellen?
        Hierbei stellen sich sehr viele Fragen, wenn man weiß wie “Netzwerke” in Goslar und Landkreis verlinkt sind, welche Zusammenkünfte (Versammlungen) einzelner Interessengruppen es gibt, alles ist nicht mehr geheuer oder durch Zufälle zu entschuldigen, denn bei Nachforschungen, tauchen immer wieder die gleichen Namen auf.
        http://hans-reime.com/page7.php?post=5
        http://hans-reime.com/page7.php?category=1&post=4

        Durch Lesermeinungen kann man von der Zeitung auch die Bevölkerung manipulieren, denn welche Lesermeinungen wurden veröffentlicht und welche absichtlich zurückgehalten? Ist es so wie bei Monika Ebeling auch jetzt mit dieser “Nachrichtensperre”, kurz vorher der OB dadurch zum eigentlichen Opfer geworden?

  6. Ich bin Mitglied der Partei DIE LINKE und erkläre hiermit, daß Ich das verhalten der LINKE-Fraktion in Goslar ablehne. Gleichstellung ist ein gewaltiges Gesellschaftliches Vorhaben und bedarf unbedingt eine Anhörung beider Geschlechter. Die Existenz des Patriachats darf keine Ignoranz gegenüber geschlechtlicher Benachteiligung von Männern bedeuten. Gleichstellung kann nur GEMEINSAM erreicht werden. Die Antwort auf Frauendiskriminierung kann keinesfalls die Einführung staatliche und juristische Männderdiskriminierung sein. Weder werden Frauen dadurch freier, noch werden Männer empathischer für Frauendiskriminierung.

    • Goofos meint:

      Ich vermute mal, dass du mit dieser Meinung bei den Linken ziemlich alleine da stehst.

      • Jurij meint:

        Nein, ganz allein steht er nicht, wobei ich nicht einmal irgendwo ein Patriachat walten sehe. Ich halte auch generell nichts von Gleichstellung, da diese zwangsläufig eine ungeheure Gleichmacherei nach sich zieht. Da sich die Linke zunehmend dem Schutz seltsamer Grüppchen verschrieben hat, wie den sexuell Absonderlichen, oder daran arbeitet ein imaginäres Patrichat zu bekämpfen, entferne ich mich zunehmend von dieser Truppe. Die männlichen Handarbeiter geraten so allmählich völlig aus dem Fadenkreuz, obwohl sie Hilfe am nötigsten hätte. Schlecht bezahlt und gesellschaftlich abgewertet geraten sie unter die Räder.

  7. Zeitist meint:

    Bin auch für eine konzertierte Aktion, bei der man seine Solidarität bekunden kann.

  8. Monika Ebeleing ist eine der wenigen Gleichstellungsbeauftragten Deutschlands, die ich kenne, die tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter betreiben.
    Leider ist das politisch nicht korrekt, da laut Grundgesetz Mütter den Schutz der Solidargemeinschaft genießen, Väter hingegen nicht. Eine Tatsache, die sich auch in der Namensgebung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend spiegelt, das sich für jede Bevölkerungsgruppe zuständig zeigt, außer für Männer.
    Männer, schrieb man mir auf meine entsprechende Frage aus dem „BMFSFJ“, müssten nicht explizit im Namen des Ministeriums aufgeführt werden. Männer seien im Begriff „Familie“ enthalten.
    Aha! Bedeutet das, Frauen, Senioren und Kinder gehören nicht zur Familie?
    Dies einen Schritt weiter gedacht, könnte erklären, warum Monika Ebeling in politisches Sperrfeuer geraten ist: Sie tritt nämlich u.a. für Familien ein, in denen Kinder Mutter und Vater haben und gleichgestellt erleben, auch nach der elterlichen Trennung. Sie steht u.a. für die gelebte Gleichstellung von Müttern und Vätern, indem sie beiden Geschlechtern gleichermaßen Teilnahme und Teilhabe am gemeinsamen Kind zubilligt. Sie reduziert Männer/Väter nicht auf Geld und Unterhaltsleistungen und Mütter oder Frauen nicht auf einen Opferstatus, der ihnen politisch korrekt verliehen wird.
    Jede Gleichstellungsbehörde müsste sich glücklich schätzen, eine so engagiert ihren Arbeitsauftrag erfüllende Persönlichkeit wie Monika Ebeling als Gleichstellungsbeauftragte zu beschäftigen. Dass sie nicht nur Frauen Beratungs- und Selbsthilfeangebote empfiehlt, sondern auch Männern, ehrt sie, denn es beweist,dass sie die ihr zur Gleichstellungsberatung Anvertrauten gleichermaßen wertschätzt.
    Monika Ebeleing gerade deshalb ihres Amtes zu entheben, wäre ein echter Schildbürgerstreich und ein weiterer Schritt hin zur „industriellen Familie“ im Sinne des roten Friedrich Engels und seiner heutigen Epigonen.
    Vom Vorreiter echter Gleichstellungsarbeit würde Goslar zu deren roter Laterne.

    Dr. Karin Jäckel
    Autorin und Journalistin
    http://www.karin-jaeckel.de

  9. Steinmeyer meint:

    Nur Mut Frau Ebeling.Frauen wie Sie werden gebraucht !

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