Vorbilder für Jungs?

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In der FAZ erschien der Leserbrief von Eckhard Kuhla.

Jungens – genauso wie Mädchen – sind nicht so und werden so nicht sein, wie das Frauenministerium es gerne haben möchte. Regierungspolitik darf nicht Rollenbilder vorgeben oder sich in die familiäre Arbeitsteilung einmischen, beispielsweise bevorzugt das Elterngeld Doppelverdiener. Rollenbildung und Rollenverständnis gehören in die Privatsphäre eines mündigen Bürgers und  sind  Teil eines gesellschaftlichen Prozesses. Die „Überwindung stereotyper Rollenbilder“ hat mit den noch gültigen SPD – Leitlinien einen vorläufigen Höhepunkt gefunden: „Wer das Menschliche in der Gesellschaft will, muss das Männliche überwinden“. Diese Aussage ist gröbste Männerdiskriminierung – ohne dass sich bisher Männer, geschweige denn Frauen, empört hätten. Das Verächtlichmachen klassischer Rollenbilder von Mann und Frau zieht sich in der heutigen Politik durch bis hin zu den Lehrplänen für die staatlichen Bildungseinrichtungen. Auch die zukünftigen „Männer in Kitas“ werden die Rollenvielfalt („Gender Diversity“) bis hin zu einer homosexuellen Identitätsfindung vermitteln…… Vielfalt, ein „Anything goes“, ersetzt so Althergebrachtes. Und da beginnt der Teufelskreis: die elterliche Werteprägung schwindet, staatliche Lehrpläne relativieren klassische männliche Identitäten (wie Beschützer, Erzeuger und Ernährer), die Folge von alledem: die Verunsicherung der Jungen wächst.  Offiziell wollte gerade das  diese Art von Pädagogik verhindern. Inoffiziell kann diese Verunsicherung der Staat  – besser die Genderpolitik bestimmter Gruppen – ausnutzen, um  ideologische Prägungen in Form einer Feminisierung in Kindergarten und Schule durch zu setzen. Es war fast immer so: Die gewollte Umerziehung einer Nation setzt in der Regel bei der Jugend an. Und in unserem Falle  wohl nicht ganz ohne Erfolg, da die große Empörung in der Öffentlichkeit und die Forderung nach freier Jungenarbeit ausbleibt. Ist es mangelnde Information? Die täglichen Erfahrungen der Therapeuten sprechen eine deutliche  Sprache, vor allem, was die psychosozialen Langfristfolgen mangelnder Identitätsfindung bei Jungen anbelangt. Das ist immer noch kein Medienthema, Ursachenforschung ist nicht erwünscht.  Die Koalition wollte eine „eigenständige“ Männer- und Jungenpolitik entwickeln. Was ist daraus geworden? Eine Abteilung „Gleichstellungspolitik für Männer und Jungen“,  besetzt mit einer Abteilungsleiterin…Gleich – Stellung(!)  kann kaum die eigenständige Entwicklung einer bestimmten Bevölkerungsgruppe erreichen….

 

Eckhard Kuhla

Vorstand agens e.V.

Syke

 


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