Elternrecht: 800 Polizisten schützen 1000 Eltern

Zwei Wochen nach der Demo für Elternrechte,  Zeit für einen Rückblick, aus  Sicht eines Teilnehmers und Mitglied  des Aktionsbündnisses „Demo für Alle“.

Der Hintergrund war es, erneut Präsenz einer Landesregierung gegenüber zu zeigen. Eine Landesregierung, die in einem undemokratischen Verfahren einen Bildungsplan im Parlament einfach durchwinken wollte. Das ist ihr nicht gelungen.

Die Petition und die erste Demo haben ein Einlenken der Regierung bewirkt.

Bei der Kundgebung des Bündnisses „Demo für alle“, zu dem sich insgesamt 17 Gruppen zusammengetan haben, forderten mehrere Redner, die Landesregierung müsse ihren Bildungsplan nicht nur überarbeiten, sondern das Vorhaben ganz aufgeben und die Sexual- und Werteerziehung den Eltern überlassen. Der Entwurf der Landesregierung sieht vor, in Schulen künftig für die Akzeptanz sexueller Vielfalt zu werben und dabei auch Themen wie Homosexualität, Bi- und Transsexualität zu behandeln. Aufgrund der Proteste soll dieser Plan nun überarbeitet und erst 2016 umgesetzt werden.

Die Reden (eine Auswahl(link is external)):

Birgit Kelle appellierte, die Lufthoheit über die Kinderbitten nicht kampflos aufzugeben.

Guillaume Got von der französischen La Manif Pour Tous Bewegung stellte in seiner Rede die Entwicklung in Baden-Württemberg in einen größeren, internationalen Zusammenhang.

Eckhard Kuhla (AGENS e.V.) brandmarkte die Gender-Ideologie als “seelische Kindesmisshandlung” und schlug eine Bewegung „Eltern 21“ vor.  Für Agens sei das zukünftige Leitmotiv: „Wir müssen aus  Unwissenden Betroffene machen!“

Hubert Gindert vom Forum Deutscher Katholiken sprach von einem Kulturkampf, dem wir uns im Interesse unserer Kinder stellen und gewinnen werden.

Gabriele Kuby fragte sich in ihrer spontanen Rede: “Warum werden nicht Ehepaare in die Schule geschickt, die sagen, so geht Familie.”

Der Stuttgarter CDU-Politiker Karl-Christian Hausmann erläuterte die Positionen des Kreisverbandes Stuttgart und der CDU-Landtagsfraktion, die den grün-roten Bildungsplan beide entschieden ablehnen.

Wichtige Stimmen kamen von Migrantengruppen. Köksal Eroglu von der muslimischen M.I.H.R. Fundation stellte klar: “Es ist nicht Aufgabe der Schulbildung, kindliche Köpfe zur Infragestellung ihres vertrauten Familienbildes zu verleiten und sie somit zu verunsichern.” Und Erzpriester Ilya Limberger sandte eine deutliche Botschaft: “Die christlich-orthodoxen Mitbürgerinnen und Mitbürger dieses Landes  treten entschieden gegen die von uns als Frühsexualisierung der Kinder und Relativierung der klassischen Familie empfundene Ausrichtung des neuen Bildungsplanes ein.”

Gegenkräfte

Auch auf dieser Demo mussten wieder Polizisten (rd. 800!) demonstrierende Eltern (rd. 1.000) gegen Schwule und Lesben (rd. 100, angemeldet: 1.000!) schützen…. Die Gegendemonstranten von Antifa und Lesben-/Schwulenorganisationen hatten nicht die geringste Chance, auch nur in die Nähe unserer Demo-Teilnehmer zu kommen. Frustriert lieferten sich einige Gewaltbereite aus der linken Szene statt dessen Scharmützel mit der Polizei. Diese setzte vereinzelt Schlagstöcke und Pfefferspray ein und nahm ca. 100 Personen vorläufig in Gewahrsam.

Verkehrte Welt: die 68er Protestaktionen fanden auch auf der Straße statt. Die Linke kämpften damals die Polizisten („Bullen“) als Vertreter der Staatsgewalt. Heute müssen Polizisten ganz normale Bürger vor einer linken Minderheit schützen. Einer Minderheit, der es gelang, in ihren Parteistuben den Bildungsplan ihres Landes fast abstimmungsreif zu erstellen – ohne öffentliche Debatte. Aber das ist inzwischen Geschichte.

Die großen Tageszeitungen nahmen kaum bis gar nicht von den Bürgerprotesten Notiz. Und wenn, dann geschah es online, überwiegend mit einer klammheimlichen Parteinahme für die homosexuelle Minderheit(link is external) und Eltern werden als „gewalttätige Fundamentalisten“(link is external)tituliert.

Ansonsten: der Rest war Schweigen. Dieses kollektive, mediale  Beschweigen einer Bürgerbewegung liegt wohl überwiegend an den rot/grünen Mehrheitsverhältnissen in den Redaktionsstuben, die gerne solche „rechten“ Entwicklungen nicht erwähnt/kommentiert. Phänomene einer Meinungsdiktatur….Inzwischen weist das Netz allerdings zahlreiche Dokumente auf. Hier eine Auswahl:

Dokumente

 Resümee

„Gender“ mit all seinen Verkleidungen, wie „Diversity“, „Mainstreaming“, seinem Neusprech a la „1984“, stand plötzlich im Fokus. Die Genderistinnen, die Feministinnen waren urplötzlich in der Defensive, für sie eine ungewohnte Situation.

Es gab mal ein gesellschaftliches Grundverständnis:  Sexualität gehört zum Intimsten eines jeden Menschen. Wenn allerdings sexuelle Minderheiten ihr Anderssein wie ein Parteiprogramm als „Normalität“ propagieren, dürfen sie sich nicht wundern, wenn die Mehrheit dazu ihre Zustimmung schlicht verweigert, ja sogar dagegen jetzt protestiert.

Allerdings wird Normalsein durch die rasant zunehmende  Gleichheitsdoktrin bekämpft und diffamiert. Normalität braucht nicht verteidigt zu werden, das wäre eine contradictio in se, ein Widerspruch in sich. Wir müssen aus Unwissenden Betroffene machen und als  Normalbürger  an den Brennpunkten präsent sein. Dazu passt das Schlusswort von Hedwig von Beverförde: „wir kommen wieder!“