Gender: Die gekaperte Uni. Ein Praxisbericht / Teil 2

von Pepe Liedtke-Börger

TEIL 2

Die These der sozialen Geschlechter

(TEIL 1 hier

Aus der Ersten der fünf Thesen der ersten Weltfrauenkonferenz im Jahr 1995 „ (In der Welt braucht es weniger Menschen und mehr sexuelle Vergnügen. Es braucht die Abschaffung der Unterschiede zwischen Männer und Frauen sowie die Abschaffung der Vollzeitmütter“) entwickelte sich seitdem im Genderismus der Standpunkt, dass es anstelle oder neben den zwei biologischen Geschlechter noch ein Vielzahl anderer, sogenannter sozialer Geschlechter (genannt: “Gender”) / bzw. Gender-Identitäten gebe. Gender Mainstreaming beruht, wie in jeder anderen Ideologie auch, auf Übereinstimmungen von Überzeugungen, also er zeichnet sich dadurch aus, welche Ansichten in dieser Gesinnung  sich am besten durchsetzen.

Gender Mainstreaming oder doch Genderismus?

Im Folgenden werde ich als Synonym zu Gender Mainstreaming den Begriff Genderismus benutzen (Genderismus, da es sich um eine Ideologie, also einen Ismus handelt. Der Begriff Ideologie ist hier im neutralen Sinne gemeint. Schließlich stellen Humanismus und Feminismus auch Ismen dar, auf die sich der Gender-Mainstreaming unter anderem berufen).

Der naturalistische Fehlschluss

Zunächst einmal um mögliche Missverständnisse zu vermeiden:

Aus einem Sein kann grundsätzlich kein Sollen und aus einem Sollen logisch kein Sein abgeleitet werden.

Einige Beispiele:

So rechtfertigt ein Mediziner auch nicht die Krankheit Krebs, nur weil er diesen untersucht. Ebenso rechtfertigt ein Kriminologe keine Verbrechen, nur weil er diese wissenschaftlich untersucht. Auch der Soziologe rechtfertigt keine sozialen Phänomene, weil er sich diesen beschäftigt. Wissenschaft untersucht also Phänomene und Einstellungen, sie begründet diese aber nicht und rechtfertigt diese auch nicht.

Die Institution der Gender-Konstruktion

Als Weltanschauung ist Gender Mainstreaming institutionalisiert, aber nicht organisiert (eine Institution ist eine soziale definierte Regel, die in den Erwartungen der Akteure als Geltungsanspruch verankert ist). Das heißt, als Kritiker wird man häufig die Aussage zu hören bekommen, “das hat doch gar nichts mit Gender Mainstreaming zu tun”. Es scheint jedoch höchst wahrscheinlich, dass niemand die Zugehörigkeit der oben genannten These zum Gender Mainstreaming bestreiten wird, so ist dies doch in allen Strömungen der Genderismus vorkommender Grundgedanke, der so zentral ist, dass er in dieser einen fundamentalen Geltungsanspruch hat und sich durch diesen gerade von anderen Ideologien abgrenzt. Die These der unbegrenzten Geschlechtervielfalt ist im Genderismus daher „Common Sense“, daher unauschließbar, fundamental und ausschlaggebend für sich aus ihr ableitende Konklusionen.

Der Feminismus frisst seine eigenen Kinder

Wie jede Ideologie hat auch der Genderismus unzählige Variationen und Ausprägungen, die mal autokratischer, mal liberaler sind, und mal mehr, mal weniger Zustimmung hervorrufen, und abhängig von Umwelt, Epoche und Kultur sind. Eine einseitige subjektive Betrachtung von Ideologien ist also wenig hilfreich, es ist daher wichtig Ideologien auch immer unter den Kriterien von Wissenschaftlichkeit und Objektivität zu betrachten. Wissenschaft beruht aber auch auf Erfahrungswissen, daher dem potentiellen Scheitern an der Realität. Zur Beurteilung von Ideologien ist also nicht nur die Theorie von Bedeutung, sondern auch die tatsächliche Ausprägung in der Realität.

Ein gutes Beispiel ist hierbei der Feminismus:

In Theorie ist dieser für viele Feministen und Feministinnen der Inbegriff der Gleichberechtigung von Männer und Frauen. Tatsächlich hat der Feminismus in seiner Geschichte große Erfolge für die Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen erzielt und zieht daraus seine Berechtigung. Dass sich aber in den letzten Jahren beispielsweise zunehmend immer weniger Männer in geschlechterpolitischer Hinsicht vom Feminismus in ihren Rechten und Interessen ausreichend vertreten fühlen, äußert sich in der Männer- und Väterrechtsbewegung. Das gebetsmühlenartige Vorbeten, dass der Feminismus der einzig wahre Weg zur Gleichberechtigung von Mann und Frau sei, lässt sich also durchaus kritisieren. Auch ist der Feminismus weder eine Utopie noch eine Dystopie: Wer den Feminismus als vollkommenen Humanismus der Gleichberechtigung heroisiert irrt sich ebenso wie diejenigen, die ihn auf einige radikalfeministische Strömungen reduzieren, die Ausrottung der männlichen Weltbevölkerung fordern.

Gender Studies – Ein Teil der Sozialwissenschaften?

Durch seinen angestrebten Gültigkeitsanspruch als Wissenschaft in den Geisteswissenschaften wird Gender Mainstreaming nicht nur von den Naturwissenschaftlern äußerst kritisch beäugt, sondern ist vor allem auch bei vielen Sozialwissenschaftlern aufgrund eines Ideologieverdachts äußerst unwillkommen. Kaum ein Forschungsfeld ist ideologisch so durchsetzt wie die Frage nach den Unterschieden zwischen Männern und Frauen. Sozialwissenschaftler verstehen Sozialwissenschaften in ihrem Selbstverständnis als theoriegeleitete, empirische Wissenschaft, die sich qualitativer und quantitativer Erhebungs- und Auswertungsverfahren bedient, und stehen damit trotz häufiger Verortung in den Geisteswissenschaften in wissenschaftlicher Hinsicht enger Relation zu den Naturwissenschaften.

Es geht in der Soziologie um die Suche nach allgemeingültigen Gesetzen (es gibt im Gegensatz zu den Naturwissenschaften aber immer wieder Ausnahmen), allerdings hat die Soziologie wie jede andere Wissenschaft auch ihre ganz eigenen Begriffe und Regeln.

Was bedeutet das Wort Geschlecht?

Geschlecht ist zunächst nichts anderes als ein Kriterium der Einteilung der Bevölkerung in weibliche und männliche Individuen. In allen uns bekannten Gesellschaften ist das Geschlecht, vergleichbar mit dem Alter, eine mit der Geburt festliegende Dimension sozialer Strukturierung.

Die Gender-These vom “sozialen” Geschlecht

Der Genderismus postuliert, dass es eine unendliche Anzahl an Variablen (Merkmausausprägungen) des Geschlechts gibt): Neben / anstelle von den biologischen Geschlechtern (Mann und Frau) (aus dem Englischen: sex = biologisches Geschlecht) gäbe es eine Vielzahl wenn nicht unbegrenzte Anzahl an (sozialen) Geschlechtern bzw. sogenannten Gender-Identitäten (aus dem Englischen: gender = soziales Geschlecht), die sowohl auf einem subjektivem Zugehörigkeitsgefühl / Identität, als auch der sexuellen Orientierung beruhen.

Warum “Gender” nicht gleich “Gender” ist

Der Neologismus “Gender” in der deutschen und englischen Sprache steht in seiner ursprünglichen Bedeutung im Englischen für die sowohl in der gesellschaftlichen und soziokulturellen Stellung von Männern und Frauen als auch in ihrem biologischen Geschlecht. Es besteht also zunächst einmal ein Unterschied zwischen wissenschaftlichen Fachausdrücken (Einfache Hermeneutik, also dem Verständnis der Wissenschaftler bezüglich Begriffen und wissenschaftlichen Aussagen untereinander) einerseits und Ideologischer Sprache, in diesem Fall Gender Speech oder auch Gender-Sprech, andererseits.

Doch mehr als zwei Geschlechter?

Doch ist nun die Annahme von den “biologischen Zweigeschlechtlichkeit (bigender)” oder die Annahme von der “Gender-Identität” die methodische Annahme? Die überraschende Antwort: Weder die eine noch die andere Antwort liegen komplett richtig. Die Welt ist hier wie in vieler Hinsicht weder schwarz nur weiß. Das bedeutet nicht, dass beide Annahmen methodisch und wissenschaftlich gleich oder gleichwertig sind.

Was ist Wissenschaft – und was nicht?

Zur Beantwortung der Frage des methodischen Gültigkeit zunächst einmal kurzen einen Einblick in die Wissenschaftstheorie:

Wissenschaft lässt sich von alltäglichem Wissen und Metaphysik (also auch Ideologie) durch mehrere Merkmale abgrenzen: Empirie, d.h. systematischen Realitätsbezug, Überprüfbarkeit, Systematische Überprüfung, Kritisierbarkeit und Erfahrung. Wissenschaft beruht also auf Erfahrungswissen, daher auf dem  potentiellen Scheitern an der Realität. Wissenschaftliches und alltägliches Wissen ist falsifizierbar, aber nur die Wissenschaft sucht die Falsifikation. Man kann Wissenschaft verstehen als ein System prinzipiell falsifizierbarer Sätze, die in systematischen Versuchen der Falsifikation (noch) nicht falsifiziert worden sind. Wissenschaft grenzt sich ab gegen Metaphysik, Ideologie, Common Sense, Religion, Ideologie, Mythen, Volksweisheit, Vorurteile usw., die mit dem Oberbegriff “Glauben” zusammengefasst werden. Das Merkmal Falsifizierbarkeit grenzt Wissenschaft gegen Metaphysik und Glauben ab, das Merkmal Einstellung zur Falsifizierung gegen alltägliche Formen des Wissens. Alltagswissen wie Wissenschaft haben also einen Bezug zur Erfahrung; aber sie unterscheiden sich durch die Einstellungen zur Überprüfung: Erfahrung stellt sich im Alltag zufällig und ungewollt ein, in der Wissenschaft wird sie systematisch und absichtsvoll gesucht.

Warum manches messbar ist und anderes nicht

In der empirischen Sozialforschung wird zwischen manifesten Variablen und latenten Variablen unterschieden. Empirische Sozialforschung ist vor allem ein Instrument der Theorieprüfung. Unter einer Variablen versteht man einen Namen für die Menge von Merkmalsausprägungen, die Objekten (z. B. Personen) zugeschrieben werden. Manifeste Variablen sind der unmittelbaren Messung zugänglich (unter anderem durch Mess-instrumente), d.h. manifeste Variablen sind objektiv. Hingegen sind latente Variablen der unmittelbaren Messung nicht zugänglich, es handelt sich um Einstellungen, Normen und Werte.

Zur Wissenschaftlichkeit der “biologischen” Geschlechter

Das biologische Geschlecht lässt sich in der Regel ohne weiteres bestimmen. Zur Not zweifelsfrei bestimmbar, nämlich anhand eines Gentests.

Der Gentest hingegen zeichnet sich durch mehrere wissenschaftliche Messkriterien aus:

  • Validität (also die Gültigkeit einer Messung),
  • Reliabilität (die Wiederholbarkeit einer Messung), und
  • Objektivität (also die Unabhängigkeit eines Ergebnisses vom Betrachter).

Das Ergebnis des Gentests wird Ihnen immer den wahren Wert angeben, er ist endlos zutreffend wiederholbar, und jeder Gentest wird ihnen dieselbe Antwort geben, egal zu welchem Zeitpunkt ihres Lebens. Das biologische Geschlecht stellt also eine manifeste Variable dar.

Damit soll jedoch nicht impliziert werden, dass es nur zwei biologische Geschlechter gibt. Wenn man den Begriff biologisches Geschlecht anatomisch über die Geschlechtschromosomen definiert, gibt es jedoch tatsächlich weitaus mehr als nur zwei Geschlechter:

Gleichstellung im Kreißsaal

Über 95 Prozent der Neugeborenen kommen als heterosexuell veranlagte Männer (XY-Geschlechtschromosomen) und heterosexuell veranlagte Frauen (XX-Geschlechtschromosomen) zur Welt. Bei 1 Prozent der menschlichen Neugeborenen handelt es sich um sogenannte DSD-Personen (Disorders of sex development), also um nicht-fortpflanzungsfähige Menschen (die Betonung liegt auf Mensch) mit einer fehlgeleiteten Geschlechtsausbildung, basierend auf Genschäden und Mutationen. 4 Prozent der Neugeboren sind homoerotisch veranlagte Männer und homoerotisch veranlagte Frauen. Wobei jedoch angemerkt werden muss, dass das menschliche Verhalten nicht nur über die genetischen Prädispositionen determiniert ist, sondern auch über andere Faktoren, sodass nicht jeder “homosexuelle” Mensch sich auf eine genetisch veranlagte tatsächliche “Homosexualität” (wobei die Geschlechtschromosomen die gleichen wie bei Heterosexuellen und Heteroerotischen sind, jedoch keine sexuelle Zuneigung zum anderen Geschlecht besteht) berufen kann, sondern dass in manchen Fällen “Homoerotik” die korrektere Bezeichnung ist.

Was niemand gedacht hätte

Wir halten fest:

Es gibt zwei biologische Geschlechter, heterosexuell veranlagte Männer und heterosexuell veranlagte Frauen, darüber hinaus homoerotisch veranlagte Männer und homoerotisch veranlagte Frauen, sowie eine unbestimmte weitere Anzahl an “Geschlechtern“, wenn man letzteres so nennen kann.

Mal wieder weder schwarz noch weiß

Das heißt: Tatsächlich gibt es mehr als zwei biologische Geschlechter, jedoch  handelt es sich dabei eigentlich nur um die zwei klassischen Geschlechter: Heterosexuell veranlagte Männer und Frauen. Die Ausnahme bestätigt also mal wieder die Regel, und die Regel bestätigt die Ausnahme.

Die Variabilität der Gender-Identitäten

Wie sieht es mit den Gender-Identitäten aus?

Eine derartige vergleichbare Bestimmung der Gender-Identität (wie in der Erläuterung der Methodik des Gentests) ist nicht möglich. Selbst wenn jeder Mensch auf der Welt die Gender-Identität eines anderen Menschen zweifelsfrei bestimmen könnte, also volkommene Objektivität vorliegen würde, würde in dieser Messung keine Validität (Gültigkeit der Messung) vorliegen. Über die Reliabilität der Messung von Gender-Identitäten lässt sich also streiten. Wenn man ein und dieselbe Person hinsichtlich ihrer Gender-Identität mittels einer Panelstudie mehrmals in ihrem Leben befragen würde, würden die Antworten höchst unterschiedlich ausfallen. Doch selbst wenn vollkommene Reliabilität (Wiederholbarkeit der Messung) vorliegen würde, bedeutet nicht, dass Objektivität und Reliabilität an sich valide sein müssen. Selbst wenn einer gemäßigteren Variante des Genderismus folgt und annimmt, die Gender-Identitäten seien keine Alternative, sondern eine Ergänzung zu den biologischen Geschlechtern, bleiben die Gender-Identitäten subjektiv, also Einstellungen, Normen und Werte. Sie sind wissenschaftlich untersuchbar, aber nicht wissenschaftlich begründbar. Gender-Identitäten sind also latente Variablen.

Heute “Femme”, morgen “Bitch”

Ein Beispiel:

Falls Sie sich beispielsweise sich mit der Gender-Identität der sogenannten Butch identifizieren (also eine biologische Frau, die lesbisch ist, die aber durch ihre Kleidung und ihrem Habitus sich betont “männlich” personifiziert) oder dem Pendant, der sogenannten Femme (also eine biologische Frau, die lesbisch ist, die aber durch ihre Kleidung und ihrem Habitus sich betont “weiblich” personifiziert. Die Liste könnte endlos weiter geführt werden. Diese ideologische neue Bedeutung des Wortes Geschlecht, wurde also um die Komponente des sexuellen Begehren, der sexuellen Orientierung, und individuellen Identifikation.

“Transspecies” – Von Katzen und Einhörnern

Ein weiteres Beispiel:

Wenn Sie beispielsweise morgen früh mit dem Empfinden aufwachen ein Katze oder ein Einhorn zu sein (also transspecies, im Übrigen ein tatsächliches “Geschlecht” der Gender-Ideologie) zu sein, stellt dies eine vollkommene subjektive Einstellung dar, sie ist der unmittelbaren Messung nicht möglich.

Über Transgeschlechtlichkeit und Transaltrigkeit

Ein letztes Beispiel:

Wenn Sie als Mann das Empfinden haben eine Frau zu sein, macht Sie dies noch nicht zu einer Frau, ebenso wenig durch Änderung Ihres Personalausweises. Auch rechtliche Möglichkeiten ändern keine wissenschaftlichen Tatsachen. Schließlich könnten Sie auch das Empfinden haben erst 22 Jahre alt zu sein, obwohl sie tatsächlich schon 58 Jahre alt sind. Immerhin können Sie sich nicht aus der Geburtskohorte 1959 heraus und in die Geburtskohorte 1995 hinein-wünschen.

Wer hat letztendlich nun Recht?

Die Variable Geschlecht besitzt also letztendlich in der Regel zwei Merkmalsausprägungen: “männlich” und “weiblich”. (Zur Wiederholung: Unter einer Variablen versteht man einen Namen für die Menge von Merkmalsausprägungen, die Objekten (z.B. Personen) zugeschrieben werden).

Die Theorie der biologischen Geschlechter bewahrheitet sich, in Bezug auf die Zweigeschlechtlichkeit stimmt sie im Groben und Ganzen.

Die Gender-Hypothese der unendlich vielen Gender-Identitäten / bzw. sozialen Geschlechter konnte hingegen falsifiziert werden. Ob das auch auf andere Gender-Thesen, beispielsweise, dass die Geschlechterrollen ein soziales Konstrukt seien, zutrifft?

Vielleicht bewahrheiten sich einige Annahmen des Genderismus ja doch. Zwar stellen auch wissenschaftlich geprüfte und bestätigte Hypothesen keine endgültige letzte Weisheit dar, aber Wissenschaft verbessert die Sicherheit des Wissens, also die Grundlage für Entscheidungen.

TEIL 3 Mann und Frau –  nur ein soziales Konstrukt?

2 Responses to “Gender: Die gekaperte Uni. Ein Praxisbericht / Teil 2”

  1. kardamom sagt:

    Sie schreiben:
    “Der Neologismus “Gender” (…) steht in seiner ursprünglichen Bedeutung im Englischen für die sowohl in der gesellschaftlichen und soziokulturellen Stellung von Männern und Frauen als auch in ihrem biologischen Geschlecht.”

    Nach meiner Information ist die ursprüngliche Bedeutung “grammatikalisches Geschlecht” in deutsch das Fremdwort “Genus”.

    Wikipedia: “Im Englischen wurde der Begriff Gender bis in die 1950er Jahre ausschließlich für das grammatische Geschlecht verwendet.”

  2. Robert aus Wien sagt:

    Beim biologischen Geschlecht relevant sind doch bitte auch die Gonaden, d.h. die Keimdrüsen. Und da gibt es genau zwei: Diejenigen, aus denen die Samenzellen entspringen und diejenigen, die für die Eizellen verantwortlich sind. Eine dritte Möglichkeit gibt es nicht.
    Der Biologe unterscheidet m.W. außerdem zwischen dem Genotypus und dem Phänotypus. M.W. gibt es hier abweichende genetische Ausstattungen, die aber sehr wohl einen klar definierten männlichen oder weiblichen Phänotypus zur Folge haben.
    Und alles andere sind keine neuen Geschlechter, sondern die betroffenen Individuen stehen irgendwo zwischen Männlein und Weiblein (oder weisen gar Merkmale beider Geschlechter auf, was beim Menschen aber m.W. selten ist).
    Fazit: Es gibt genau zwei biologische Geschlechter und nicht mehr!

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