Gender (GB)

Der Gender-Begriff ist vollständig überflüssig, wenn es darum geht, über Männer, Frauen, über Jungen und Mädchen sowie über Familien und über Sexualität und Fortpflanzung zu reden. Er wird ausschließlich deswegen benötigt und eingeführt, um das homoerotische Verhalten als gleichartig und gleichrangig mit dem eigentlichen sexuellen Verhalten erscheinen zu lassen. Das ist nicht möglich ohne letzteres in seiner Besonderheit zu leugnen und zugleich zu entwerten.
Ginge es bei Gender Mainstreaming (s.u.) nur um das biologische und soziokulturelle Verhältnis der beiden Geschlechter, dann wäre der Gender-Begriff unnötig gewesen. Denn dass das jeweilige biologische Geschlecht soziokulturell immer schon mit unterschiedlichen sozialen Rollen verknüpft war, die selbstverständlich historisch immer weiter entwickelt und verändert worden sind, das ist eine Trivialität.
“Gender” macht daher als Begriff nur dann Sinn, wenn der verschwiegene Bezug auf die Homoerotik berücksichtigt wird, und dieser Bezug ist in “Gender Mainstreaming” enthalten, und das war so auch intendiert. Die Vorgeschichte und die Geschichte der Weltfrauenkonferenz von Beijing (1995) zeigt genau das. Man sagt “Gender” und meint “Homoerotik”, die auf diese Art und Weise neutral angesprochen und zur Geltung gebracht werden kann. Nur das ist die sprachpolitische Funktion des Gender-Begriffs.

Comments are disabled