12.07.11 von 1 Kommentar

25 Jahre “Kampf” der Frauenbeauftragten

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Vor 25 Jahren stellte das Land Niedersachsen die erste “Frauenbeauftragte” ein. Sieben Jahre später, 1993, verabschiedete Niedersachsen das Frauenbeauftragtengesetz. Das staatlich geförderte Engagement für Frauen wird in diesem Jahr also volljährig. Die Frage ist, ob die Gleichstellung von Mann und Frau auch tatsächlich soweit gereift ist, dass sie quasi erwachsen geworden ist.

“Der Kampf um die Gleichstellung” so titelte der Bremer Weserkurier die 25 Jahre. Was ist das Ergebnis? “Formal gleiche Rechte in Familie und Beruf sind zwar erreicht, aber noch immer haben Frauen auf vielen Gebieten keine gleichen Chancen”, sagt die Sprecherin im zuständigen Sozialministerium in Hannover, Heinke Traeger. Nach wie vor verdienten Frauen 23 Prozent weniger als Männer. Nach wie vor seien Frauen in Führungspositionen unterrepräsentiert. Eingeweihte wissen: Die beiden letzten Aussagen sind Falschaussagen. Benötigt die Gleichstellungspoilitik  etwa Falschaussagen, um ihre Arbeit zu rechtfertigen?

Nach wie vor leisten Frauen einen Großteil der Familienarbeit. Aber: “Es sei erschreckend”, so eine  Gleichstellungsbeauftragte, dass viele Teenager immer noch “ein traditionelles Familienbild verfolgen”. Heißt das, dass Gleichstellungsbeauftragte das Familienbild der Teenager mit ihrer Arbeit beeinflussen wollen? Wir meinen: Es sollte die Freiheit eines jeden Bürgers bleiben, seine Familienform frei zu wählen, sei es die klassische Rollenverteilung, oder eine häusliche Aufgabenteilung.
Interessant ist, dass das Gesetz von 1993 überdies es den Kommunen frei stellte, die Art der Beschäftigung für die Gleichstellung zu wählen, Voll-, Teilzeit oder Ehrenamt. Die Folge: aus Finanzgründen haben viele Kommunen die Voll- oder Teilzeit-Kräfte in die Ehrenamtlichkeit verabschiedet. Das nährt unseren Verdacht, dass Gleichstellungsarbeit als solche in erheblichem Masse von ihrer Finanzierung abhängig ist,  und nicht von der gesellschaftlichen Notwendigkeit. Das zeugt nicht unbedingt von einer demokratischen Legitimierung…….

Ansonsten besticht der Bericht im Weserkurier durch seine fast  ideologiefreie Darstellung. Agens war auch Interviewpartner.  Hier lesen Sie den vollständigen Artikel im Weser-Kurier

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