09.07.11 von 2 Kommentare

Jungen: Munition aus Erbsen

g-ecx.images-amazon.com/.../nerf_maverick.jpgIm “Streiflicht” fragt die SZ am 09.07.2011:

(Auszug)

(…) Hat eigentlich mal wer darüber nachgedacht, wie aus Jungs echte Kerle werden sollen, wenn sie das Zeitlupen-Gekicke beim Frauenfußball ganz toll finden müssen, aber nicht einmal mehr mit Waffen spielen dürfen? Bringt einer tatsächlich eine Erbsenpistole mit in den Hort oder eines dieser Nerf-Repetiergewehre, die pro Minute 45 Schaumgummipatronen verschießen, dann rufen die Mütter und die “neuen” Väter eine Elternbeiratssondersitzung zur Diskussion inakzeptabler maskuliner Rollenbilder ein.  Und wer wäre heute noch Manns genug, aufzustehen und ihnen zu sagen: Ja Jungs brauchen nun einmal Waffen. Ihr habt ihnen die Holzschwerter und Plastikpanzer weggenommen, um bessere Menschen aus ihnen zu machen, und seht, was dabei herausgekommen ist….

(…) Ach, es ist nicht einfach, immer genau zu unterscheiden, wann eine Waffe dem Fortbestehen der Menschheit dient und wann dem Gegenteil. Man muss das üben, und wie können Männer – denn sie in erster Linie entscheiden über Waffen – sinnvoller üben als im Kindesalter, wenn die Munition noch aus Erbsen besteht sowie aus sehr weichen Bällen, die der Knabe in die spannungsgeladene Welt katapultiert.

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Diskussion

  1. Ganz meine Meinung. Mein Sohn “larpt”, dass heisst er trifft sich alle paar Wochen mit Freunden um acht Stundenlang im Bergedorfer Gehölz in Rüstungen gewandet mit Latex-schwerter auf einander einzuschlagen und ins Mittelalter abzutauchen, und wenn ich anderen Eltern seiner Schule davon erzähle habe ich immer das Gefühl ich müsste sie zuerst beruhigen, dass dies keine neue Wehrsportgruppe ist, sondern ein Rollenspiel in dem die Kinder erstaunliche Sozialkompetenz entwickeln, weil sie die strengen Regeln alleine untereinander klären und durchsetzen müssen. und gerade in einer Zeit wo man sich beklagt, dass die Kinder nicht mehr in der Natur sind muss man doch froh sein, dass sie etwas haben, so sie sich stundenlang an der frischen Luft austoben. Selbstverantwortlich.




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