Die Verwandlung

von Horst Schmeil

Nein, es ist nicht die Geschichte von Franz Kafka – wirklich nicht. Obwohl…….. Vieles scheint im Genderland Deutschland darauf hinzuweisen, dass durch die führenden gesellschaftlichen Kräfte, die in diesem Genderland das Sagen haben, Verwandlungen  ins Gegenteil durchaus an der Tagesordnung sind.

So ist in dem Grundgesetz von 1949 festgelegt, dass die Bundesrepublik ein sozialer  Rechtsstaat ist, der marktwirtschaftliche Züge trägt.

Aber es gibt Beispiele von Verwandlungen, die durch den Mainstream „Genderpolitik“ hervorgerufen wurden. So muss ich an meiner eigenen Person, bisher bekannt als Horst Schmeil, beispielhaft feststellen, dass ich lesbisch geworden sein muss: Noch nie hatte ich etwas mit einem Mann – immer nur mit Frauen! Doch aufgrund meines Äußeren können durchaus noch Zweifel aufkommen. Hier muss man verstehen, dass  es ein soziales Geschlecht geben soll. Wenn ich hiervon Gebrauch mache, was erhebliche Förderung für Frauen auch in finanzieller Hinsicht bedeutete, bin ich für meine sechs Kinder, da ich im falschen Körper leben muss, nicht mehr der Vater, sondern die Mutter. Da alle meine Kinder bis 1990 geboren wurden, stehen mir künftig zu meiner durch Scheidung und Rentenreform abgemagerten Rente weit unter die Armutsgrenze nach der Verwandlung zur Lesbe wieder sechs mal 28 .- € zusätzlich zu. Das wird auch meine bisher sieben Enkel freuen, da dann die Geburtstagsgeschenke nicht ganz so dürftig ausfallen, wie es jetzt sein muss.

Ich werde das mal beantragen!

Auch hat das die Vorteile, dass ich als Frau allein schon deshalb immer Recht habe, weil ich eine Frau bin, dadurch mit der Quotenregelung an lukrative und machtvolle Einnahmeposten gelange und nicht per se immer ein Täter bin. Ich bin nun ein förderungswürdiges Opfer geworden, das sich aufgrund seines Geschlechts nur dann diskriminiert fühlen muss, wenn es allein für Frauen als Opfer eine Förderung gibt. Ansonsten bin ich ein Alphamädchen mit der besseren Bildung.

Aber auch das ist noch kein alleiniger Beweis für die Verwandlung der Gesellschaft im Gendersinne. Da war mal eine Tochter aus gutem Haus in Niedersachsen, die es ihrem Vater gleichtun wollte, wobei sie ihre sieben Geißlein, als Kinder getarnt, einfach in ein Internat steckte und sie an den Wochenenden immer mal wieder für Familienfotos der Presse zur Verfügung stellte. Ach ja, wie romantisch im Gegensatz dazu war das Geschehen im Film „Das Haus in Montevideo“! Darin waren es sogar 12 kleine Geheuer, so richtig liebenswert, gar keine Ungeheuer, wie heute von Kindern alleinerziehender Mütter oft nach deren Straftaten vor dem Richter festgestellt werden muss.

Tja, und diese Mutter wurde damals tatsächlich Bundesministerin für Familie: Uns` Uschi. Alles, was nicht die verwandtschaftliche  Gemeinschaft von Vater, Mutter, Kindern, Enkeln, Großeltern, Tanten und Onkeln sowie Geschwistern darstellte, war nun Familie: die alleinerziehende Mutter mit  und ohne Kind, die Patchworkfamilie, die Pflegefamilie, die Familie mit zwei Müttern, die Familie mit zwei Vätern, die Adoptivfamilie in den unterschiedlichen Spielarten, usw, usw. – nur die Familie bestehend aus Vater, Mutter und Kind(ern) wurde nicht als solche gesehen, denn wenn die Mutter es wollte, wurde und wird  der Vater einfach ausgegrenzt, abgeschafft, womit dadurch wieder eine „richtige“ Familie geschaffen wurde und das  täglich mindestens 400 Mal (tägliche Zahl der Kinder, die durch Gerichtsbeschluss zu  Scheidungkinder werden).

Sie beteiligte sich auch an dem Spiel: „Häusliche Gewalt ist Männersache“, indem sie mitteilen ließ, dass es 99 % der Väter und Männer seien, die die häusliche Gewalt durchführten und die deswegen keine Berechtigung mehr hätten, sich den Kindern zu nähern.

Auch dieses ist wiederum ein Beleg dafür, dass wir in einer Gesellschaft der Verwandlungen leben. Während in allen Ländern der angelsächsischen Hemisphäre die wissenschaftlichen Untersuchungen ergaben, dass es in der Häufigkeit der häuslichen Gewalt, was von einigen deutschsprachigen auch der Fall war, eine etwa 50:50anteilige Gewalt gab, waren es in 99 % der Fälle in Deutschland nur Männer, von denen diese Gewalt ausging, auch, wenn die Polizei in Berlin als offizielle Zahlen aufgrund ihrer Einsätze von 28 % ausgeht. Da fragt man sich, ob die kleinen grünen Männchen richtig zählen können, denn es sind ja überwiegend Männer mit einem niedrigeren Bildungsniveau als es ihre Kolleginnen haben. Diese Zahlen bedeuten nichts anderes, als dass die Frauen, die gewalttätig werden, eben Männer in den falschen Körpern sind.

Dafür sollten – so wie sie als mehrfache Millionärin – die Mütter neben der täglichen Hausarbeit und Erziehungsleistung für die Kinder arbeiten gehen, was dazu benutzt wurde, die Einkünfte durch Arbeit so niedrig zu gestalten, dass „Vater Staat“ aufstocken musste und muss. Um die Erziehungsleistungen der Mütter als qualitativ minderwertig zu behandeln, wurde einfach übersehen, dass Kinder von alleinerziehenden Müttern regelmäßig abgeparkt wurden, im besten Fall in einer Kinderkrippe oder Kita, in mehreren Fällen dauerhaft  in Plastiktüten, im Keller, in Blumenkästen und in Kühltruhen.

Familienleben der Kinder mit den besseren Bedingungen: Morgens vor Sonnenaufgang aufstehen, in die Krippe gebracht, dort dem Geschrei der übrigen 19 Kinder ausgesetzt, gezwungen, sich schon frühzeitig durchzusetzen, ohne die Mutter- und Vaterliebe zu spüren, entwickeln sie sich so, dass sie wie der Kinderschutzbund es zur Erweiterung der Grundrechte für Kinder ins Grundgesetz schreiben will: Sie sollen das Grundrecht auf körperliche und geistige Entwicklung sichergestellt bekommen – um sich in dieser kinderfeindlichen Welt zurecht zu finden?.

Während im BGB noch bei einer Kindergefährdung in der Weise geschrieben wurde, dass neben dem körperlichen und geistigen auch das seelische Wohl der Kinder nicht verletzt werden darf, ist das seelische Wohl im Grundgesetz wohl überflüssig. Die Förderung des geistigen und körperlichen Wohls für Kinder gibt es erst am späten Nachmittag, wenn die Mutter abgearbeitet mit dem Kind durch den Supermarkt hetzt, um ein Fertiggericht einzukaufen, das anschließend zu Hause, wenn das Kind seinen Stammplatz vor dem Fernseher eingenommen hatte, kurz in die Mikrowelle geschoben wurde, dann gegessen, anschließend das Kind ins Bett gesteckt, wobei zum Einschlafen eine Geschichte oder Musik aus einem MP3-Player dem Kind zum Einschlafen vorgespielt wurde. Am Wochenende durfte das Kind vielleicht alle zweimal im Monat zum Vater, den die Mutter als Monster hingestellt hat und der damit schuld war, dass es so gekommen ist, weil die Mutter sich verwirklichen musste.

Ja, diese Mutter – uns‘ Uschi – hat tatsächlich Karriere gemacht. Sie durfte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales führen, wo sie ihre Philosophie der Vereinbarkeit von Familie und Karriere ausleben und verbreiten durfte. Es wurden einige Gesetze dahingehend geschaffen, dass die Mutter mit Kind(ern) alle möglichen Vergünstigungen erhalten konnten, was jedoch nicht dazu führte, dass davon ein menschenwürdiges Leben gestaltet werden kann.

Und dann kam noch einmal ein Karrieresprung, der die Verwandlung perfekt machte: Sie wurde Superministerin im Verteidigungsministerium von und angeblich für Deutschland. Damit war sie Kriegsministerin, denn sie führt Krieg in Afghanistan, den sie nicht beenden will, wie sie mitteilte, indem sie den dort eingesetzten Soldaten eine Rückkehr nach Deutschland ausschloss. Sie sollten dort bleiben und Afghanen dazu ausbilden, andere Afghanen zu töten, aber das gilt dort nur für Männer..

Damit hat ihre Verwandlung von eine Familienministerin zur Förderung von Familien – zumindest steht es so in den Annalen der deutschen Geschichte – die Verwandlung zur Amazonenfürstin gemacht, wobei sie offenbar vergessen hat, dass ja nur Männer Gewalt ausüben, dieses aber nach der Genderpolitik gar nicht dürfen, um von Frauen beiderlei Geschlechts anerkannt zu werden. Meine Verwandlung zur Lesbe dürfte ihr deshalb bei Nachfragen einige Kopfschmerzen machen. Oder doch nicht?

Wie sieht es denn damit aus, dass in ihren Diensten auch Frauen sind, die an der Waffe ausgebildet wurden? Ist das psychologische Kriegsführung, weil der Feind sich bei ihrem Anblick totlacht? Möglich ist das schon, denn von den in Afghanistan eingesetzten männlichen Soldaten sind bisher 50 in diesem Krieg, wie ihr Vorvorgänger das dortige Vorgehen bezeichnete, von „Feinden“ getötet worden. Aber auch hierfür gibt es Lösungen von unserer Amazonenfürstin. Frauen im Dienst an der Waffe fallen eben einfach aus den Masten aufs Schiffsdeck und sterben dadurch.

Ach ja, wie schön ist es doch, in Genderland Deutschland zu vegetieren. Da fällt mir doch ein, dass es auf der Welt bisher zwei Matriarchate gab und gibt. Das eine waren die äußerst friedfertigen Amazonen – sie haben leider nicht überlebt – und eine kleine Volksgruppe im Urwald von Sumatra. Sie haben inzwischen den Zivilisationsstand der sesshaften Sammler und Landbewirtschafterinnen gemacht. Na ja, sie kommen eben nicht von ihrer Insel runter und leben nach den Gesetzen der Natur, was die Grünen besonders beglückt, solange sie nicht selbst dort leben müssen. In solche Gesellschaften möchte man sich doch gerne flüchten

Schließlich: Ist die von Ihnen propagierte Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht nur in der Heimat, sondern bittschön auch bei Auslandseinsätzen  eine Art persönlicher Ablasshandel für die zu erwartenden Kriegseinsätze in Afrika? Können Sie Ihre Politik in der Hauptstadt eigentlich trennen von dem, was Sie in Ihrer Familie vertreten?

Aber Ihre Verwandlung darf doch zu Recht mit dem verglichen werden, was Kafka uns mitteilen wollte. Bestimmt lässt er grüßen.

Horst Schmeil, Dipl.-Pädagoge
Berater für Trennungsfamilien

Agens Mitglied

 

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