Täter und Täterinnen

Für die deutsche Forschung zum Thema „Häusliche Gewalt“ eine kleine Sensation

Hier ein Kommentar von Prof. Dr. Gerhard Amendt, Gründer des Instituts für Geschlechter und Generationenforschung der Universität Bremen:

Die Robert Koch Studie über Gewalt in Familien und Partnerschaften  hat dem monomanen Reden der Bundesministerien wie der feministischen Ideologie eine Ende bereitet, wonach Gewalt eine wesensbedingte männliche Neigung sei, der die nicht minder wesensbedingte Friedfertigkeit der Frau gegenüberstehe.

Die  Robert Koch Studie belegt, was im universitären Bereich zu vertreten, für Forscher bislang das absehbare Ende ihrer Karriere bedeutete. Gewalt sei nämlich zu gleichen Teilen unter Männern wie Frauen verteilt.  Gewalt kommt auch nicht in allen Schichten gleichermaßen vor. Der Mythos, dass alle Männer unbesehen ihrer sozialen Schicht oder Bildung potentielle Schläger seien, musste bislang dazu herhalten, den Mythos zu bestätigen. Der Richter nicht weniger als der Angestellte, der Müllwerker genauso wie der Akademiker bis hin zum Analphabeten und Intellektuellen. Sie seien gleichermaßen gewalttätig, weil sie auf Grund „patriarchalischer Männlichkeit“ glauben, über Frauen herrschen und sie mit Gewalt ihrem Willen unterwerfen zu dürfen.

Würde man aus den neuen deutschen Studienergebnissen gesundheitspolitische Konsequenzen ziehen, so müssten Frauenhäuser geschlossen werden. Denn sie bieten nur der einen Hälfte von Gewaltbetroffenen Hilfe an. Die andere Hälfte kann auf Hilfe nicht hoffen. Darüber hinaus wirkt deren Arbeit zumeist Konflikt verschärfend, weil sie den Beziehungsaspekt des partnerschaftlichen Gewaltgeschehens (sie sind beide darin verstrickt) zu Gunsten eines realitätswidrigen Täter-Opfer-Gegensatzes auflöst.

Die  Robert Koch Studie zeigt darüber hinaus etwas sehr Beunruhigendes. Die Political Correctness an den Universitäten verhindert nämlich weitgehend eine an gesellschaftlich bedeutsamen Konflikten orientierte Forschung. Was der Patriarchtsideologie zuwiderläuft, lässt sich erfolgreich aus der Forschung exilieren. Es fällt damit Privaten Stiftungen zu, Konflikte erforschen zu lassen, weil sie der Zensur der Political Correctness entzogen und zum anderen den Vorgaben von Bundesministerien nicht ausgesetzt sind. Gerade das Bundesministerium für Familie und Frauen hat über die letzten Jahrzehnte die Wissenschaftsfreiheit eingeschränkt, damit jene Zahlen nicht das Licht der Welt erblicken, wie sie jetzt die Robert Koch-Studie ans Tageslicht gefördert hat.  Und wie wir sie aus den USA seit mehr als 30 Jahren kennen.

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