Auswirkungen der Gendersprache

Es beginnt mit einer Verunsicherung im Sprachgebrauch, eine Spaltung zwischen Kopf und Rumpf sozusagen. Man möchte reden, wie einem der Schnabel gewachsen ist, wird aber mehr und mehr durch den inneren „Kontrolleur“ bewertet: Das darfst du nicht sagen und …….das auch nicht. Also eine gewisse innere Spaltung entsteht. Das spontane Wesen im Menschen wird reglementiert und gleichsam diskriminiert. Das hat, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, eine verunsichernde Wirkung auf die ganze Persönlichkeit. Verunsicherte Persönlichkeiten greifen dann auch eher zu einem Halt im Außen, das können Abhängigkeiten sein, stoffliche und nichtstoffliche, aber auch autoritäre Verhältnisse in der Politik und Gesellschaft. Nur selbstbewußte Menschen können diesen etwas entgegensetzen.

Widersprüchlichkeiten
Es kommt hinzu, dass die mitmachenden Menschen an Widersprüchlichkeit gewöhnt werden. Denn Doppelnennung und Sternchengebrauch usw. lassen sich konsequent gar nicht durchführen, man kann es höchstens als „Sahnehäubchen“ an den Redeanfang stellen. Die konsequente Durchführung würde schlicht zu kompliziert. Schon dadurch zeigt sich die Unstimmigkeit dieser Sprachveränderung. Die Stimmigkeit einer Sprachveränderung würde sich an einer (konsequenten) Durchführbarkeit zeigen.

Weiterhin wird eine bisher nicht vorhandene Spaltung zwischen Schrift- und Redesprache eingeführt. Das Sternchen, das große I und die allzu große Kompliziertheit, je nachdem wie weit sie getrieben wird, lassen sich nicht mehr sprechen. Nicht nur gegenüber dem Bisherigen ist es unüblich, es ist auch ein Vergehen gegen die Sprache. Die geschriebene Sprache muß zugleich die sprechbare Sprache sein, so ist das „gedacht“! Es irritiert zudem das Sprachgefühl, denn dieses sagt einem etwas anderes.

Verunsicherungen
Auf der mehr semantischen Ebene der Gendersprache verlieren – durch mehrdeutige Begrifflichkeiten (z.B. des Wortes „Ehe“) – gewohnte Begriffe für den Bürger ihre Verläßlichkeit und Orientierungsfunktion. Das wird dem Normalbürger inzwischen nicht mehr bewußt, weil wir  in einer Gesellschaft leben, die ihren Wertekonsens verloren hat. Man verliert dadurch wiederum Gewissheiten und hat zunehmend Angst (lt  Allensbach), seine Meinung in der Öffentlichkeit zu vertreten. Die sprachliche Verunsicherung ergänzt hier die soziale Verunsicherung durch Sprach-Manipulation und „Korrektheits“-Vorgaben.

Freudvolles Freisprechen
Unsere Lehre daraus: Gegen diese Kunstsprache an zu gehen, lohnt sich nicht. Das würde auf einen Kampf gegen Windmühlenflügel hinauslaufen. Wir müssen aus den vielen unsicher gewordenen Bürgern „Betroffene machen“. Wie? Wir müssen  ihnen die Augen öffnen, und in ihnen „Aha-Erlebnisse“, oder Erinnerungen an das normale und freie Sprechen wecken. „Freisprechen“ muss wieder Freude machen……Und so merkt man allmählich, dass man als Betroffener – mit dem Gebrauch der Gendersprache  – ein Instrument, eine Marionette eines (Umerziehungs-) Programms geworden ist! Dieses Programm will uns und unsere Kinder aus der „alten“ gewohnten Welt (von Mann und Frau) in die neue ideologische Genderwelt  (mit der „Vielfalt der Geschlechter“) hineinführen. Unsre „normale“ Welt lebt vom Bindungsbedürfnis des Menschen. Die Genderwelt aber trennt.