Frauen: verletzt und aggressiv

Kennen Sie das? High heels auf Laminat.  Junge Business Ladies, die mit ihren mausgrauen Hosenanzügen im Stechschritt über die Flure eilen… mit einem demonstrativ zur schau Gestelltem: „Yes, I can!“

Astrid von Friesen hat ähnliche Beobachtungen gemacht und fragt sich als Therapeutin:

… „warum jüngere Frauen und Mädchen im Alltag derart aggressiv sind. Ganz abgesehen von dem enormen Anwachsen der weiblichen Aggressionsdelikte, die vor Gericht landen“.

Und ihre Schlussfolgerung:

„Als frauenbewegte Frau habe ich bereits 1999 in der Süddeutschen Zeitung konstatiert, dass wir all dies eigentlich nicht so gewollt hätten. Wir zielten auf Gleichheit und Gleichberechtigung und einen offenen Diskurs, nicht auf vermehrte Zwietracht und die Spaltung der Gesellschaft in neue Opfer und neue Täter, nämlich Frauen als Täterinnen. Und ganz bestimmt nicht auf die Angst, von der Genderfront attackiert und bedroht zu werden, nur weil wir, so wie bei allen Ärgernissen in unserer Gesellschaft, auch mal den Schwestern den Spiegel kritisch vorhalten“

Hier der gesamte Beitrag…

4 Responses to “Frauen: verletzt und aggressiv”

  1. Yussuf K. sagt:

    Schaut euch mal diese „Aggressionen“ hier an: http://www.frauengewalt.de.vu

    Es bedarf bei diesen Tendenzen keines weiteren Kommentars.

  2. H.G. sagt:

    Auf der einen Seite bin ich ja froh, daß Frau von Friesen versucht, die einseitigen Schuldzuweisungen an Männer in der Geschlechter-Debatte aufzubrechen. Ferner sind ihre Analysen über die Ursachen weiblicher Aggressivität sehr interessant.

    Andererseits frage ich mich immer wieder, ob die Pauschalisierungen bzw. Verallgemeinerungen, die dieser Artikel benutzt (und viele andere), nicht mehr Schaden als Nutzen anrichten. Z.B. die „Berliner Kampfmütter“: die scheinen eine berliner Besonderheit zu sein. Ich kann mich offenbar glücklich schätzen, nicht in Berlin zu leben, die Mütter, die ich so in Kindergärten oberflächlich kennenlernen konnte, waren weit überwiegend normale höfliche Menschen. Wenn 2 von 10 arrogante Zicken waren, darf man nicht pauschal alle 10 als arrogante Zicken bezeichnen, damit macht man schlimmstenfalls die restlichen 8 auch noch zu Zicken.

    Die pauschale Dämonisierung von Männern wird inzwischen zum Glück als unhaltbar erkannt und so langsam politisch inkorrekt – das sehe ich als ganz wichtiges politisches Ziel an. Dann darf muß man aber sehr genau aufpassen, nicht umgekehrt alle Frauen pauschal zu dämonisieren und vor den Kopf zu stoßen. Man macht sich Leute, die Verbündete sein könnten, unnötig zu Feinden.

    Deshalb geht so ein Satz wie „Warum sind im Alltag so oft vor allem jüngere Frauen und Mädchen aggressiv?“ mMn überhaupt nicht. Man weiß nicht, ob das Frau von Friesen so gesagt hat oder – wahrscheinlicher – ob diese Einleitung von der Redaktion stammt.

    Der Artikel steht übrigens auch auf dradio.de: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politischesfeuilleton/1765689

  3. Matthias sagt:

    Ich erkenne die Realität in den Sätzen von Frau von Friesen wieder, ich habe sowohl im Rahmen von Männchen-Weibchen-Interaktionen, als auch z. B. damals im Studium eine Menge erlebt mit Frauen, was genau in die Richtung geht. Unbegründetes Widersprechen, Unzuverlässigkeit, sich nicht an Vereinbarungen halten, Vorverurteilungsbereitschaft usw.

    Die jungen Frauen sind heute oft nicht mehr beziehungs- und schon gar nicht ehefähig. Sie müssen sich dringend ändern.

  4. Chris sagt:

    Dieser Beitrag unterstreicht die Beobachtungen, die ich im Alltag machen konnte auf eine traurige Art und Weise. Eine Weile hatte ich wirklich gehofft, ich hätte unrecht und würde nur mit der modernen Damenwelt zu hart ins Gericht gehen, weil ich nur eher selten bemerke, dass sich mal eine Frau bei mir für eine aufgehaltene Tür bedankte, oder alles, was ich mache und sage postwendend bis zur unkenntlichkeit misszuverstehen, damit mir eine Negative Absicht unterstellt werden könnte. Gefallensdienste werden einfach als natürlich zustehend betrachtet. für die Damenallgemeinheit hat sich eine Nehmerkultur entwickelt, die den Mann als wandelndes Geschlechtsorgan ansieht, aus dem sich fast unendlich viel Geld pressen lässt. Sollte sich der Unterhaltsstrom doch mal erschöpfen, eignet sich das wandelnde Organ ja immernoch zum Frustablassen.

    Leider hilft es nicht, sich zu beschweren, denn dann ist man ja sofort Frauenfeindlich, eine eher unangenehme Körperöffnung, die der ausscheidung unappetitlicher, unverdaulicher Speisereste dient, ein potentieller Gewalttäter oder schlimmeres!
    Männer können dieses Problem nicht lösen, denn die Auswüchse der Frauenbewegung lähmen sie (uns) so weit, dass wir keine Möglichkeit mehr haben, Gerechtigkeit zu üben (Beispielsweise als Menschen gesehen zu werden, die Würde und Gefühle haben). Dieses Problem kann nur von Frauen gelöst werden, denn sie haben es erschaffen. Zumal sich ein großteil der Männerschaft, die ich kenne, schlichtweg weigert, den Universalproblemlöser für die weibliche Selbstsucht der letzten 40 Jahre zu spielen.

    Mit „Macht“ kommt Verantwortung! Doppel-X schützt nicht davor.
    Die Revolution frisst ihre Kinder, ein Sprichwort, das sich die Menschheit in allen Facetten dringend zu Herzen nehmen sollte!
    Wer eine Möglichkeit kennt, sich mit jenen Damen auf Augenhöhe zu unterhalten, ohne sich umoperieren zu lassen, gebe mir bitte bescheid.

    LG Chris