Über das nicht enden-wollende Studier- und Genderende

Alexander Wieczek

Das Studierende erleben wir gerade. Die Universitäten machen dicht, das Studieren ist dort also zu Ende. Aber die „Corona“-Krise könnte nicht nur zu einem Studierende, sondern zugleich auch zu einem Genderende führen. Das wäre schön. Denn Zeiten haben begonnen, in denen auch die querenden, fußgängerndern Mitgliederinnen und Mitgliederosen mit Sternchen und Unterstrich andere Sorgen haben. Es geht ums Ganze! Es geht möglicherweise bald ums Überleben. Wie künstlich und aufgepfropft erscheinen da diese sprachlichen Verrenkungen. Auf den Boden zurückgeholt wird gerade die Kultur und wird vielleicht auch das Sprechen. Wenn man sich, wie offenbar schon geschehen, im Supermarkt um die letzte Milch schlägt, hat man dann noch Sinn für das Plusquamperfekt genderosi bei Sonnenuntergang? Die Konfrontation mit einer ganz anderen, oft in Vergessenheit geratenen Ebene des Daseins, könnte die Kultur aus ihrer intellektuellen (und anderen) Blase herausholen und mit der verlorenen Erdung wieder in Kontakt bringen. All die Korrektheitsideologien, aber auch Wachstumsphantasien und andere ungeerdete Gedankenformen könnten enden. Auch das Genderende könnte also diese Krise bedeuten. Die Sprache, die durch die „Harvester“ eines fühllosen, „männlichen“ Intellektualismus gefährdet war, wird es uns danken. Ebenso wie die Natur es uns gerade dankt, daß unser Tun, das oft zu ihrem Schaden gereicht, einmal  ruht.
Zu unserer Natur gehört für mein Verständnis aber auch die Sprache. Sie ist unsere geistige Natur, in der wir geistig und seelisch leben und die in gewisser Hinsicht am Anfang von allem anderen Tun steht und dieses prägt. Und auch sie wurde in den letzten Jahren mehr und mehr zerstört und verschmutzt. Eine geistige Umweltzerstörung, unter anderem durch den ideologischen Zugriff. Deswegen, um die Freiheit des Sprechens und die Schönheit und Stimmigkeit der Sprache zu schützen, haben wir seit langem diese Initiative vorbereitet, die nun aber durch die „Corona“-Krise aus einer neuen Perspektive angeschaut werden muß. Ich hoffe und ich bete, daß die Konftrontation mit dieser anderen Ebene von Nöten und Ängsten uns wieder auf die Erde zurückholt, raus aus unseren verschraubten Luftschlössern auf allen Ebenen, zu denen ich auch die Gender- und Korrektheitsideologie zähle.
Zeit für die Kehre, die Umkehr, die Einkehr…..

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