Sind Menschenrechte teilbar?

Bettina Vestring

Männerfeindlichkeit im ARD Presseclub

von „Anonym“ ( persönlicher Wunsch)

Der Presseclub in der ARD  am 6. Mai zum Thema „Ukraine“:
Auf die Frage des Moderators, was den Fall von Julia Timoschenko so populär macht, antwortet die Journalistin Bettina Vestring sinngemäß:
„Das Julia Timoschenko eine Frau ist. Das zieht natürlich. Es gab z.B. in Weißrussland schon etliche politische Gefangene ohne Aufmerksamkeit des Westens. Das eine Frau inhaftiert ist u womöglich sogar geschlagen wird, sorgt für viel mehr Mitgefühl, als das bei Männern der Fall ist. (…)  Und vielleicht ist das auch gar nicht so verkehrt.“

Überspitzt gefragt: Darf die Empathie für Opfer von Menschenrechtsverletzungen geschlechtsabhängig sein?

In der  politisch korrektesten Nachrichtendiskussionssendung des deutschen Fernsehsehens, mit großer  Breitenwirkung, wird allen Ernstes das Menschenrecht auf Unversehrtheit von Körper und Seele bzw. der Anspruch auf Hilfe für eine Frau gegenüber  einer vergleichbaren Situation für Männer relativiert. Und das ganz offen, ganz unverhohlen und vor allem  ohne jede Kritik seitens der anderen Journalisten in der Runde! Warum lässt der Moderator einen solchen menschenverachtenden Satz zu? Das ist doch ein Freibrief für weitere Aussagen in diesem Stil…..
Man stelle sich vor, ein Mann würde sagen, „der Knastaufenthalt von Julia Timoschenko sei nicht so schlimm, es sei ja nur eine Frau…..“
Unsere Vorstellungskraft jedenfalls reicht wohl nicht aus, um uns erschöpfend vorstellen zu können, wie schrecklich daraufhin mit diesem Mann umgegangen werden würde. Er wäre mit Sicherheit lebenslänglich sozial wie beruflich verbrannt.

Von dem Umstand, dass erst vor wenigen Wochen bejammert wurde, dass fast alle Chefredakteure und sonstige Inhaber von Leitungspositionen männlich sind, aber in jeder Runde des  ARD-Presseclubs nun seit einiger Zeit eine faktische 50%- Frauenquote ein Muss darstellt, mal ganz abgesehen:   Frauen werden also bei Einladungen zum Presseclub weit über ihre tatsächliche Relevanz berücksichtigt. Sie können so in einem Maße Einfluss auf die Meinungsbildung breiter Schichten nehmen, von dem Männer, gemessen an ihrer quantitativen wie qualitativen Überlegenheit auf der Ebene journalistischen Arbeitens der heute prägenden Generation, nur träumen können……

Ob in Politik oder Journalismus, bald wohl auch in Wirtschaft und Wissenschaft reicht es  inzwischen sogar vollkommen aus, um eine ganze Institution zu kontrollieren (nahezu die Hälfte aller Positionen oder gar die Mehrheit besetzen können, die Meinungsführerschaft bzw. das Deutungsmonopol über alles, was mit dem Geschlechterverhältnis zu tun hat), wenn Frauen gerade mal ein Drittel oder noch weniger der Mitglieder spezifizierter Gruppen (Parteien, Habilitierende, bald womöglich sogar Leitungsebenen technikorientierte Konzerne etc.) ausmachen.
Bei den Jusos in vielen Großstädten bspw. stagniert der Frauenanteil bei den Mitgliedern bei Werten um oder unter 30%, derjenige in „Führungspositionen“ tangiert seit langem zumeist die 50%. Unter den tatsächlich Aktiven ist der Abstand noch größer, der Anteil der Frauen, die ihre Freizeit opfern äußerst überschaubar, während weibliche Mitglieder im Dutzend auf Posten geschoben werden, ohne jede Kopplung an so unwichtige Kriterien, wie Leistungsbereitschaft,- fähigkeit, Durchsetzungs- und Überzeugungskraft, die sehr erhebliche quantitative Diskrepanz zwischen aktiven Männern und Frauen etc. Bei den Grünen haben Frauen bei ähnlichen Zahlenverhältnissen de facto sogar die Garantie (!), auf jeder Ebene immer (!) die Mehrheit zu stellen.
Zu den realen Ausprägungen dieser Mentalität gehört auch, dass Journalistinnen, wiederum bspw. im ARD-Presseclub, im Prinzip aber in jeder Talksendung des deutschen Fernsehens und ebenso auf anderen Podien, ständig ihren Kollegen (so Cerstin Gammelin von der Süddeutschen Zeitung gegenüber Roland Tichy von der Wirtschaftswoche) ins Wort fallen dürfen, dass die männlichen Moderatoren (wenn überhaupt einer moderieren darf; die Hälfte dieses Teams ist plötzlich nämlich auch weiblich – natürlich nur aus Leistungsgründen) sie permanent paternalistisch in Schutz nehmen, egal, wie sie sich verhalten. Es gehört dazu, dass Zuschauerinnen viel wahrscheinlicher durchgestellt werden, als männliche Anrufer. Das heißt, dass Männer als Journalisten, Experten und Laien, als Anrufer und im Allgemeinen als Personen, die Sachdienliches beitragen können oder ihre Meinung kundtun wollen, abgewiesen werden.

Und das im Namen der „Geschlechtergerechtigkeit“…

Als Mann kann man sich durch solche Alltagserlebnisse nur immer wieder neu entmutigt fühlen, irgendetwas dagegen zu tun. Der „Malus“ Mann wiegt schwer. Grundgesetzwidrige „positive Diskriminierungen“ von Frauen gehören auch und gerade in etabliertesten Kreisen zum guten Ton.

Aber liegt das alles an „den Feministinnen“?

Halt, wir Männer haben das doch alles geduldet, wir haben die Gesetze, Normen, Satzungen und Regelungen jeglicher Art auf allen Ebenen doch mit männlichen(!) Mehrheiten beschlossen. Und in den Redaktionen sitzen häufig weitaus mehr Redakteurinnen, die allesamt von Chefredakteuren eingestellt wurden, denen sie nun, angesichts des enormen sozialen Drucks des gegenwärtigen feministischen Zeitgeistes, ein enges Verhaltenskorsett und massenhaft Zwänge im Umgang mit Frauen und ihrer selbstverständlichen Bevorzugung aufbürden können……

Wir Männer müssen endlich aufwachen und uns empören!

 

(Foto: fr-online)

3 Responses to “Sind Menschenrechte teilbar?”

  1. hubilu sagt:

    Nein, ich habe da kein Problem. Ich habe lediglich den genauen Wortlaut als Zitat nachgeliefert. Und das halte ich tatsächlich für noch widerlicher. Danach habe ich noch den Punkt etwas herausgearbeitet, dass so eine Einteilung in zwei Sorten Mensch im Öffentlich-Rechtlichen einfach stehen bleiben kann.

    Der nächste Schritt, dann auch Täter in diesen Anstalten zu nennen, die diese Kultur mittragen und pflegen, in diesem Fall der Herr Es, ist dann nur folgerichtig und ergibt zusammen erst ein rundes Bild. Herr Es war es übrgens auch, der schon Jahre zuvor Eva Hermann rausgeschmissen hatte, weil sie sich traute, zur Kindererziehung eine andere Meinung zu haben als der Mainstream erlaubt.

  2. hubilu sagt:

    Der genaue Wortlaut kann hier nachgelesen werden.
    http://www.wgvdl.com/forum/forum_entry.php?id=233717

    Und ist nicht etwa harmloser als dein Gedächtnisprotokoll, sondern verschärft die Aussage.

    „Zunächst einmal ist es eine Frau! Ich glaube, das zieht schon mal gewaltig, ja?… Eine Frau, die inhaftiert wird, ist eine ganz andere Kategorie als ein Mann der inhaftiert wird. In Weißrussland saßen ich weiss nicht wie viele politische Konkurrenten im Gefängnis, das hat keinen interessiert. Das Mitgefühl ist ein ganz anderes wenn man eine Frau im Gefängnis sieht und sich dann auch noch vorstellt, dass sie geschlagen wurde. Trifft es, rührt es den Menschen anders an, als wenn es um Männer geht. Ich glaube, so ist das. Und es ist vielleicht auch gar nicht so verkehrt.“
    (Zitat von Bettina Vestring, leitende Redakteurin online bei der Frankfurter Rundschau und der Berliner Zeitung)

    Moderator war übrigens ARD-Programmdirektor Volker Herres. Zusammen mit seinem feministischen Propagandasender zu recht mit der Lila Kröte 2009 ausgezeichnet.
    http://www.maskulist.de/DIE-LILA-KROETE/Die-Lila-Kroete-6-an-Volker-Herres-und-die-ARD.

    Von der Serie „Eine für alle – Frauen können’s besser“ wurden gleich mal 100 Folgen abgedreht. Sie handelte sehr realitätsnah von Schweißer-Innen. Frauenpower in einer Männerdomäne also, die ihren Betrieb retten.

    In Radiospots zu der Sendung wurden Männer als „herumirrende Gockel“, „Versager“ und „lebende Verkehrshindernisse“ tituliert. Als ein Mann sich daraufhin an den Werberat wandte, meinte Herr Es in einem Interview,dass diese Reaktion „jede Fiktion an Lächerlichkeit“ überträfe.

    Die Sache nahm doch noch ein gutes Ende. Der „Jud Süss“ musste nach 2 Monaten doch abgesetzt werden. Die doofen zuschauer hatten sich geweigert, an ihrer weiteren Verdummung teilzunehmen.

    Gruß
    hubilu

    • RK sagt:

      Vielen Dank für Ihre Bemerkung. Wo ist das Problem? Es ist weder ein Gedächnisprotokoll noch in der Aussage anders als bei wgvdl!