Dammbruch in der Gewaltdebatte

In letzter Zeit war in der Geschlechterdebatte viel von „Dammbrüchen“ die Rede. Jetzt haben wir einen, der diesen Namen auch verdient. Jahrzehntelang war in der amerikanischen und britischen Szene bekannt: Mann UND Frau sind im häuslichen Bereich gleichermaßen gewaltaktiv. In der deutschen Geschlechterpolitik blieb diese Erkenntnis eine  „Verschlusssache“.
Eine Pilotstudie des Frauenministeriums kam 2004 zum gleichen Ergebnis: Daraufhin gab es keine Hauptstudie. Das Thema wurde wieder zur „Verschlusssache“.

Nach der Männerstudie des Frauenministeriums in 2009 war Dr. Peter Döge zusammen mit der EKD bemüht, das Gewaltthema mit Interviews zu vertiefen. Das Frauenministerium lehnte ab. Das Thema sollte „Verschlusssache“ bleiben.

Diese „Politik“ bekam langsam alle Merkmale eines Skandals.

Kurzentschlossen übernahm dann die EKD Männerarbeit die Finanzierung der geplanten breit angelegten Befragung. Mit einer guten medialen Vorarbeit (FAZ Artikel hier)  präsentierte Dr. Peter Döge (IAIZ) am 13.11.10 (PDF – Tagungsflyer Männer und Gewalt ) das Ergebnis seiner Befragung:

Mann UND Frau sind gleichermaßen Opfer, Opferarbeit „Mann“ tut not. Die IAIZ fasste die Aufsehen erregenden Ergebnisse in einer Handreichung zusammen.

Nur 5 Tage später (Zufall?)  lud der Landespräventionsrat Niedersachsen zur gleichen Thematik ein. Hier der PDF-Tagungsflyer  Täterschutz und Opferarbeit. Mit intellektueller (ideologischer?) Raffinesse wurde der Opfermythos „Frau“ verteidigt. Die Döge-Studie wurde als methodisch defizitär abgeheftet.

agens war bei beiden Veranstaltung dabei. hier unser Bericht: agens meint

Die themenrelevanten Blogs von zwei agens-Mitgliedern können Sie hier abrufen:

Arne Hoffmann thematisierte das Thema „Täterin“ bereits   2000 (!)  im  NOVO

Monika Ebelings Blog lesen Sie hier



One Response to “Dammbruch in der Gewaltdebatte”

  1. TLG sagt:

    Es kann einfach nicht zugegeben werden, dass Gewalt von beiden Geschlechtern mindestens zu gleichen Teilen ausgeht, denn daran hängt ein ganzer Rattenschwanz, den man faktisch schon als eigenständigen Industriezweig bezeichnen kann, dran. Niemals werden Gerichte, Anwälte, Frauenhäuser, -beratungsstellen, Jugendämter und Erziehungsberatungsstellen sowie Therapieeinrichtungen freiwillig diese Pfründe aufgeben. Niemals! Da wird satt, sicher und auskömmlich dran verdient. Diese Leute interessiert das Schicksal der betroffenen Kinder recht wenig. Man urteilt nach der „herrschenden Meinung“ an den wahren Kindesinteressen vorbei. Genau damit lässt sich das meißte Geld machen: Goldader Kind! Wenn eine Frau das gemeinsame Kind alleinig erbeuten will, dann bietet der sogenannte Rechtsstaat eine Fülle von Möglichkeiten, dies auch zu erreichen. Diese Möglichkeiten werden auch genutzt und am besten „läuft“ da der Gewaltvorwurf. Hier muss „frau“ ja nicht mal mehr beweisen, dass der Vorwurf stimmt! Es reicht, wenn sie es fühlt und per Eides statt glaubhaft macht. Selbst wenn eine Schar von Kriminalisten keine Spuren finden sollte, den Schaden hat der Mann allemal. Hier gilt wie im wilden Westen: Erst schießen, dann fragen! …… und die größten Chancen hat bekanntlich der, der am ehesten schießt (lügt)!

    Mittlerweile muss man als Mann schon vorsichtig sein, um nicht wie Herr Kachelmann mal aus Frust mit solchen Gewaltvorwürfen konfrontiert zu werden. Aber auch da steckt System dahinter, denn man treibt die Geschlechter erst auseinander, um sie im Nachgang wieder aufeinander losgehen zu lassen. Naja, und wer daran verdient, muss ich nicht mehr erwähnen ………… es lacht der Anwalt und davon werden es immer mehr! Leider!