Quotenpolitik ist keine linke, sondern eine rechte Politik

Der Philosoph und Soziologe Alexander Ulfig über den Unterschied zwischen Unterrepräsentanz und Diskriminierung:

Quotenpolitik gilt zwar als emanzipatorische Antwort der Politik auf die Unterrepräsentanz von Frauen in gehobenen Wirtschaftspositionen, kommt aber in Wahrheit nur einer kleinen Lobby von ohnehin bereits privilegierten Frauen zugute und diskriminiert Männer.

Telepolis sprach mit dem Mitherausgeber des Sammelbandes Qualifikation statt Quote. Zum Interview…

One Response to “Quotenpolitik ist keine linke, sondern eine rechte Politik”

  1. Harald Gürschner sagt:

    Ist das nicht seltsam, daß nie über eine Quotenregelung im Straßenbau debattiert wird? Die Frauen wollen alle Vorstand werden – wie Zuhause.

    Ich denke, man sollte sich über die Struktur der EU Klarheit verschaffen, das, was sie im Inneren zusammenhält. Der verbreitete Irrtum besteht darin, sie sei sozialistisch. Daß es sich um einen Irrtum handelt, bezweifel ich allerdings auch. Ich will an dieser Stelle jedoch nicht tiefer auf dieses Problem eingehen, sonst ginge mein Kommentar in die Breite wie Tolstois Krieg und Frieden. Soviel allerdings: wir lügen uns alle was vor. Und wir lösen die Probleme deshalb nicht, weil wir sonst den Gang nach Kanossa antreten müßten; dann wäre der Lack ab.

    Die EU ist ein Vielvölkerstaat nach dem Vorbild des Römischen Reichs. Den roten Faden findet man im Dritten Reich, welches eine kontinentaleuropäische Großraumwirtschaft mit Einheitswährung auf Basis der Reichsmark anstrebte, bei Mussolini, der als Italiener unter den Bauruinen des Römischen Reichs aufgewachsen war und von dessen Wiedergeburt träumte. Cäsar sein!

    Monopolkapitalistische Corporatismen sind im Kern nicht rassistisch, sondern werden auf Grund ihrer Struktur sozialdarwinistisch – Selektionstheorie. Beispiele: Griechenland, Hartz 4, Reality TV – alles einen Roman wert.
    Sozialdarwinismus ist dem ein und anderen vielleicht im Zusammenhang mit dem Dritten Reich ein Begriff.
    Rassismus ist eher die Ausnahme, vielmehr wird er nach Bedarf gefördert oder gehemmt, wie’s den Herrschaften gefällt.

    Ich denke, die Quotenpolitik war im Sozialismus und ist hier nur ein Instrument, um die Menschen zu entpersonalisieren und zu entnationalisieren einerseits, andererseits bedient sie eben genau das Klischee des Teile und Herrsche. Mal sind’s die Frauen, mal die Türken. Jeder kommt dran.

    Die EU dreht rechts herum, die Kapitalkraft propagiert den Materialismus, weil die Angst und Gier alle Spiritualität aus den Hirnen der Allmächtigen heraussaugt und vaterlandslose Kreaturen gebiert.

    Die Sowjetunion war auch materialistisch orientiert, da allerdings aus ideologischer Überzeugung, hier ist es einfach der Glaube an die Kraft der geplanten Obsoleszenz, welche die Wirtschaft bis in alle Ewigkeiten wachsen lassen könne.
    Nichts ist aufgearbeitet, tot, aus den Köpfen, erledigt, das Biest lebt munter in den Köpfen einer narzistischen Elite.
    Schon wieder eine Idylle auf der Mülle, oder?
    Deshalb ist es goldrichtig zu sagen, Quotenpolitik ist rechte Politik. Die Frauen werden benutzt.

    Fasse Dich kurz. Ja, leichter gesagt als getan.