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Brief an das "Bundesforum Männer" (update: 16.12.11)

(c) Emma

Update: Das Bundesforum Männer hat inzwischen geantwortet: Kurz und kanpp verweist es auf  seine Webseite, dort würde ein Beschlusspapier unsere Fragen beantworten. Tut es nicht!
Für AGENS ist das ein Anlass, nun erst recht nach zuhaken. Wir werden berichten.

Hier fogt unserer Offener Brief:

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Sehr geehrter Herr Rosowski,

das Bundesforum existiert nun seit fast einem Jahr. Auf Ihrer Webseite lesen wir, dass sich das Bundesforum für die Anliegen der Männer einsetzt.
AGENS, als Arbeitsgemeinschaft für „Mann und Frau MITeinander“ fragt, wie sich das Bundesforum zu männerpolitischen Fragen positioniert, auch im Hinblick auf künftige AGENS – Aktivitäten. Im Einzelnen:

  1.  Staatliche Förderung des Bundesforum Männer

Da Sie Bundesmittel erhalten, bitten wir um die Angabe der Fördersumme für das Bundesforum, sowie über die geplante Mittelverwendung. Wir verweisen dabei auf das  Bundesinformationsfreiheitsgesetz v. 05.09.2005 (BGBI, S. 2722).

2.        „Eigenständige Männer- und Jungenpolitik“

Obige Aussage aus dem Koalitionsvertrag von 2009 wurde vom Frauenministerium für das Ref. 408 umgeändert in „Gleichstellungspolitik für Männer- und Jungen“. Gewiss, diese Änderung lag in der Verantwortung des Frauenministeriums, aber hat das Bundesforum Aktivitäten unternommen, um diese Sinn veränderte Bezeichnungsänderung  zu unterbinden?

Männerpolitik ist damit „gleichstellungsorientiert“, d.h. frauenpolitisch -orientiert und somit nicht „eigenständig“ im Sinne von ideologisch unbeeinflusst. Wie schaffen Sie es dann trotzdem, als staatlich geförderte (!) Institution die ganze bundesweite Bandbreite einer Interessenvertretung von „Männerrechtlern“ bis hin zu homosexuellen Vereinen abzudecken?

Unterstützt das Bundesforum die identitätszerstörenden Konzepte von Dissens e.V. hinsichtlich der Jungensentwicklung?

3.        Gewalt im häuslichen Bereich (Ihr Plattformpunkt 6)

3.1   Seit Vorstellung der EKD – Studie (Autor: Peter Döge) wissen wir, unterstützt durch US- Studien: Gewalt kennt kein Geschlecht.
In welcher Form unterstützt das Bundesforum die Entwicklung von Opferschutzmaßnahmen für den Mann?

3.2   Inwieweit reagiert das Bundesforum auf Falschaussagen über häusliche Gewalt in den Medien (zuletzt bzgl. der 3sat – Sendung „Tatort Familie“ am 09.09.11)?

4.        Gleichstellung

4.1   Warum hat das Bundesforum nicht öffentlich gegen die Absetzung der Goslarer Gleichstellungsbeauftragten, die sich für mehr Männerarbeit eingesetzt hatte, Stellung bezogen? Nach unserer Einschätzung ist das kein regionales Problem, denn eigenständige Männer- und Jungensarbeit durch Gleichstellungsbeauftragte sind bisher Einzelfälle.

4.2   Welche Anstrengungen hat das BFM unternommen, die Männer diskriminierenden und grundgesetzwidrigen Aussagen des § 8 und § 16 BGleiG bezüglich des aktiven und passiven Wahlrechts für Männer aufzuheben?

4.3   Würden Sie eine Kooperation mit AGENS unterstützen, z.B. hinsichtlich einer Umfrage zum Bekanntheitsgrad der Gleichstellungsstellen, ihren Leistungen und der Notwendigkeit, die Männerarbeit zu verstärken?

5.        Politik für Mann UND Frau

Welche Institution hat das Bundesforum als Ansprechpartner für obige Thematik neben dem Frauenrat?

Mit freundlichen Grüßen,

Eckhard Kuhla
Vorstand

 

4 Responses to “Brief an das "Bundesforum Männer" (update: 16.12.11)”

  1. Das Bundesforum Männer, hat bis zum heutigen Tage NICHTS erklärt, erreicht oder bewirkt in der Sache für weniger Väter und Männerdiskriminierung. Familienpolitisch völlig desinteressiert, existieren keinerlei Standpunkte zu den brennenden Themen der Neuzeit. Auf E-Mails bezüglich der Gesetzgebung zum modernen Sorgerecht wird erst gar nicht geantwortet. Die Vermutung liegt nahe, das hier ein Deckmantel fürs Nichtstun erfunden wurde.

  2. Wenn ich sehe, wie das Bundesforum Männer (Ignoranz) sowie die Sinnstiftung (Zensur, Löschung) bei facebook auf kritische oder auch spitze Kommentare ob ihrer Nicht-Politik reagieren, weiß ich mehr und mehr, da wird kein wirklich verwertbarer Antwortbrief eingehen. Solche Ailibiorganisationn sind bedauerlicherweise ein teures Ärgernis, das nur den stursten Amtsentscheidern nicht bewußt werden will.

  3. Leser sagt:

    Dem so genannten “Bundesforum Männer”, mit so illustren Männern wie Rosowski, solch engagierten Medienexperten wie ein Thomas Gesterkamp, sowie dubiosen Unterstützern wie Dissens e.V. (Jungen sollen sich vorstellen eine Clitoris zu haben) und anderen Lesben- und Queer-Organisationen, ist nur auf eines scharf:

    FÖRDERMITTEL ZU KASSIEREN

    Da stören tatsächliche Benachteiligungen von Jungs, Männern, Vätern und Papis doch nur …
    Und politisch erwünscht ist solch ein Begehr’ schon gleich gar nicht.

    Opportunisten, wie sie im Buche stehen.

    Zum Glück gibt es agens, manndat und andere mit Klöten in der Hose bzw. eine Etage höher 😉
    (je nach Geschlecht)

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